Kann ich als Karrierefrau ein Vorbild für meine Kinder sein? – Mrs Globalicious

Kann ich als Karrierefrau ein Vorbild für meine Kinder sein?

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Kinder sind das Tollste was es gibt. Und es gibt nichts, dass die pure Erfüllung so vermitteln kann, wie in die Kulleraugen seines Nachwuchses zu schauen. Das ist zumindest das, was man so hört. Beurteilen kann ich das noch nicht, zumindest nicht aus Sicht einer Mutter. Aber obwohl Kinder die pure Lebensbereicherung versprechen, gibt es heutzutage immer mehr Frauen die sich bewusst gegen Kinder und für eine Karriere entscheiden. Zulange hätten sie sich auf den Schulbänken, in der Universität und auch im Berufsleben herumgequält, um das alles nun für eine gesicherte und unkündbare Stelle als Hausmütterchen riskieren zu wollen. Anfangs, vor der Schwangerschaft, haben sie Angst mit ihren Träumen auf der Strecke zu bleiben, später haben sie Angst, ihrer Verantwortung als Mutter nicht gerecht zu werden.

 

Eine liebe Leserin inspirierte mich zu diesem Artikel, da sie bedenken hatte, als Mutter von zwei Kindern ihren Verantwortungen gerecht werden und nebenbei noch ein eigenes Standbein auf die Beine stellen zu können. Fragen wie „Wie schaffe ich den Spagat zwischen Mutter und Unternehmerin?“ oder „Wie kann ich gewährleisten, dass ich meine Verantwortung als Mutter, Ehefrau, Familienmanagerin, Finanzwirtin, Eventmanagerin, Krankenschwester, Geliebte, Freundin und nicht zuletzt als Frau mit Bedürfnissen nachkommen kann?“ kamen auf und wurden mit „Bin ich selbstsüchtig, wenn sich mein Leben nicht nur um meine Kinder dreht?“ abgerundet und führten schnell zu Verunsicherungen.

 

Bevor ich aber nun tiefer gehe und meinen Senf dazugebe, möchte ich vorab eines klarstellen: ich plädiere weder für, noch gegen die Entscheidung Kinder zu kriegen. Diese Entscheidung muss nun wirklich jeder mit gutem Gewissen für sich selbst treffen und ich würde mir auch nie das Recht herausnehmen, über solche Entscheidungen zu urteilen. Wofür ich jedoch plädiere, ist in sich hineinzuhorchen und sich und seine Bedürfnisse niemals komplett hinten anzustellen. Mit oder ohne Kind.

 

Also, bin ich eine Rabenmutter, wenn ich meinen Hauptaugenmerk nicht ausschließlich auf die Erziehung meiner Kinder lege? Oder bin ich egoistisch, wenn ich mich zu einem bestimmten Grad selbst in Mittelpunkt rücke? Und gibt es denn nur das eine ohne das andere? Vollzeit-Karriere und schlechte Mutter oder Vollzeit-Mama so ganz ohne Karriereambitionen?

 

Wie überall gibt es natürlich auch in Sachen ´Mutter und Karrierefrau´beeindruckende Erfolgsbeispiele an denen ich mich später sicherlich auch orientieren werde. Man findet da zum Beispiel …

 

Kate Northrup.

Doro vom Fashion Blog NowShine.

Svenja Walter von meinesvenja.de

Sandra Heim von MAMA Revolution

Esther Eisenhart, Gründerin von MomPreneurs

 

Nur um ein paar unter all den vielen Frauen zu nennen, die einen wundervollen Job machen – als Mutter sowie auch als Unternehmerinnen. Sie haben es alle geschafft, den perfekten Spagat zwischen liebevoller Mutter und Frau mit Zukunftsambitionen zu meistern.

 

Aber wie schaffe ich es, alles zusammen zu halten und zu organisieren?

 

Der Schlüssel bist DU!

Alle tollen Vorreiterinnen wären keine Erfolgsbeispiele, wenn sie nicht über ein gesundes Selbstvertrauen und Ehrgeiz verfügen würden. Und dabei rede ich nicht von Angelina Jolie die für acht Kinder, acht Nannys zur Verfügung hat, sondern von Frauen, wie sie Dir tagtäglich über den Weg laufen. Ich rede von Deiner Zahnärztin, der Lehrerin Deiner Kinder, Deiner Steuerberaterin, der Inhaberin Deiner Lieblingsbäckerei, der Floristin Deines Vertrauens und der Designerin, die Deine Lieblingsmode entwirft. Ich rede von der Autorin Deines Lieblingsbuches oder Deines Lieblingsblogs, der Besitzerin des Ferienhauses an deinem liebsten Urlaubsort und auch der Immobilienmaklerin, die Dein Haus verkauft hat. All diese Frauen haben sich dazu entschieden, trotz Kinder ihre eigenen Wege einzuschlagen und sich nicht an den Herd verdammen zu lassen. Keiner sagt es ist einfach, aber jeder wird Dir sagen, dass diese Entscheidung in der Quintessenz nie bereut wurde.

 

Schaffe Dir eine Aufgabe mit maximaler Flexibilität

Was kann besser sein, als selbst bestimmen zu können, wann man arbeitet, wie man arbeitet, wo man arbeitet und wie viel Geld dafür auch noch in das Portemonnaie wandert? Alle Erfolgsbeispiele die ich Dir oben aufgezeigt habe, sind Beispiele von Frauen, die sich mit ihrem eigenen Business ultimative Flexibilität aufgebaut haben. Es gibt niemanden, der ihnen das Skript vorgibt, der ihnen sagt, was sie zu tun und was sie zu lassen haben, wann Arbeitsbeginn ist und schon gar nicht mit was sie ihr Geld verdienen sollen. Sie entscheiden selbst. Wenn Deine Geschäftsidee das zulässt, hast Du sicherlich schon die halbe Miete. Die andere Hälfte dreht sich nun um Ausdauer, Biss und Risikobereitschaft. Und das hast Du ohnehin in Dir.

 

Sorge für kompetente Unterstützung

Wenn Du Dir schon vor Deiner Schwangerschaft ein Standbein aufgebaut hast (oder gerade dabei bist) und nun damit strauchelst das Pensum ebenfalls mit Kleinkind meistern zu können, dann suche Dir eine kompetente Vertretung. Suche Dir jemanden, der die Dir dabei helfen wird Deine Abwesenheit zu kompensieren. Kate Northrup hat dies erst kürzlich super gelöst. Sie hat sich für die Zeit der Geburt und die erste Zeit in ihrer Mutterschaft eine Vertretung ins Team geholt, die sich um ihre Leserschaft gekümmert und sie solange bei Laune gehalten hat. Sie hat sich um neue Beiträge gekümmert, die Social Media Präsenz und wurde dabei offiziell auch als Gastautorin und Vertretung geführt. Wenn Du jemanden findest, dem du voller Vertrauen Dein kleines Imperium in die Hände geben kannst, hast Du schon viel weniger Ballast und Stress mit Dir herumzuschleppen und kannst Dich auf die ersten schönen Wochen mit Deinem Nachwuchs kümmern. Wie lange Du das so führst, liegt dabei ganz in Deinem Ermessen.

 

Eltern zu sein, heißt TEAMARBEIT

Lasse dich von deinem Partner unterstützen, denn wer ein Elternteil ist, ist auch nur ein TEIL des großen Ganzen. Ich finde es persönlich ja immer schrecklich, wenn Männer sich diesbezüglich vor der Verantwortung drücken, aber das ist ein anderes Blatt. Nimm dir ruhig das Recht heraus, neben dem Mutterdasein auch noch als Individuum zu existieren und binde Deinen Partner ebenso in die Erziehung mit ein. Falls Du alleinerziehend bist, denke über eine Tagesmutter oder eine Betreuung für ein paar Stunden durch die Familie oder Freunde nach. Hier geht es nicht ums Abschieben der Kinder, sondern um Dein legitimes Recht, Deine Träume trotz Verantwortung als Mutter nicht aufzugeben.

 

Die Realität ist ja, dass die Mutterschaft automatisch immer auch mit einer ausgeprägten Dosis Schuld geliefert wird. Die ständige Sorge, ob man einem Kind auch bloß das bestmögliche Leben bieten kann, lässt neben den Finanzen und der bedingungslosen Liebe, auch bei Sorgfaltspflichten nicht nach. Keiner möchte als Rabenmutter betitelt werden. Das passiert allerdings jedoch recht schnell, wenn man sich öffentlich als berufstätige Mutter outet – stelle Dich also auch auf etwaigen Gegenwind ein.

 

Mütter fühlen sich schuldig, wenn sie nicht genug Zeit mit ihren Kindern verbringen, sie fühlen sich schuldig, wenn sie zuviel Zeit mit ihren Kindern verbringen aber dafür der Haushalt liegen bleibt oder wenn sie nicht genug Zeit finden, jeden Abend ein frischgekochtes Essen auf den Tisch zu zaubern. Sie fühlen sich schuldig, wenn sie arbeiten gehen oder wenn sie nur daheim bleiben. Sie fühlen sich schuldig, wenn sie zu streng sind oder wenn sie nicht konsequent genug durchgreifen. Und dann kommt noch der Punkt des Selbstmitleides in den späten Jahren, wenn sie sich schuldig fühlen, dass sie nicht genug für sich und ihre Träume eingestanden sind, weil sie bisher der Gesellschaftsnorm gefolgt sind.

 

Wir sind aber alle nicht Superwoman und wir können (und müssen übrigens auch nicht) in allen Belangen perfekt abliefern!

 

Selbst eine Supermama wie Heidi Klum ist auch nur eine Supermama, weil sie sich Unterstützung ins Haus geholt hat. Wir haben alle, auch alle Supermamas, nur 24 Stunden am Tag zur Verfügung und es dreht sich hier rein darum, eine Entscheidung zu treffen, wie wir diese gegebene Zeit nutzen.

 

Ob Du als Karrierefrau also ein Vorbild für Deine Kinder sein kannst? Aber klar doch!

Kinder merken ja so viel mehr, als uns Erwachsenen oft bewusst ist. Sie sehen, sie fühlen und sie interpretieren. Wenn Du Dich als Mutter in Deiner Rolle gefangen fühlst, wird sich das früher oder später auf Dein Gemüt auswirken und das wiederum auf den Umgang mit Ihnen. Wenn ich also ein Beispiel einer Mutter hernehme, die schon vor der Geburt ihres ersten Kindes viel für ihren beruflichen Werdegang getan hat, wird sie auch nie einen Gräuel auf die Schwangerschaft oder das Kind legen, wenn sie auch nach der Geburt Lösungen zur weiteren Verfolgung ihrer Ziele findet.

 

Weitere Gründe für eine Funktion als Vorbild sind auch:

 

  • Kinder lernen von der Sozialkompetenz der Mutter.
  • Den Kindern wird schon früh Ehrgeiz und Selbstvertrauen vorgelebt.
  • Die gemeinsame Mutter-Kind Zeit wird intensiver genutzt.
  • Berufstätige Mütter sind ideale Vorbilder in Sachen Organisation und Arbeitshaltung und Fleiß.
  • Söhne, die eine berufstätige Mutter zum Vorbild hatten, werden auch im späteren Werdegang offener im Umgang mit Frauen in der Arbeitswelt und in Führungspositionen sein.
  • Kinder von berufstätigen Müttern lernen mehr Verantwortung im Haushalt zu übernehmen.
  • Berufstätige Mütter lernen schnell auf intellektueller Ebene (z.b. Internet und neue Technologien) mit ihren Kindern zu kommunizieren und ernten dadurch mehr Pluspunkte im „Coolness“-Faktor.
  • Kinder von berufstätigen Müttern haben durch Babysitting-Aufgaben der Geschwister einen ausgeprägteren Familiensinn und lernen Verantwortung zu übernehmen.
  • Berufstätige Mütter sind trotz ihrer eingespannten Haltung oft viel flexibler in Sachen Unternehmungen (Konzerte, Urlaube,…) Sie sind gerne unter Leuten und strahlen auch eine viel offenere Haltung aus.
  • Berufstätige Mütter sind eher bereit in die Bildung ihrer Kinder zu investieren, da sie sich mit den Möglichkeit mehr auseinandersetzen.
  • Kinder von von berufstätigen Müttern lernen eher mit Geld umzugehen, da sie es vorgelebt bekommen, dass das Geld nicht vom Himmel fällt.
  • Zufriedene Mütter erziehen ihre Kinder offener, weniger bestimmend und weniger autoritär.
  • Die Zufriedenheit von Berufstätigen Müttern wirkt sich nicht nur auf die Mutter-Kind-Beziehung aus, sondern auch auf die Beziehung zwischen Mutter und Vater. Dadurch, dass die Mütter nicht das Gefühl haben, für einen 24/7 Job im Haushalt abgestellt worden zu sein und auch noch Frau mit Ambitionen sein dürfen, dient dies auch dem Verständnis und der Wertschätzung füreinander in der Beziehung.
  • Nicht zuletzt gehen Mütter eine tolle Vorbildrolle ein, wenn es darum geht, zu zeigen, dass nichts unmöglich ist und es nichts gibt, dass sie von der Erfüllung ihrer Träume abhält.

 

Hast Du Kinder und bist Du womöglich eine ehrgeizige Mama? Wie hast Du dieses Thema für Dich gelöst und wo waren Deine grössten Herausforderungen? 

 

 

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Gründerin/ Bloggerin / Autorin bei Mrs Globalicious
Doris ist die Autorin und Seele des Mrs Globalicious Online-Magazins. Als Journalistin und Autorin schreibt über ihre Lebenserfahrungen und erlangte Sichtweisen, die sie in verschiedenen Ländern und Lebenssituationen gewonnen hat. Mit ihrem ausgeprägten USA-Faible liebt sie es zu reisen - auch an Orte die nichts mit Burgern und Superbowl zu tun haben. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund wenn es darauf ankommt und beschäftigt sich leidenschaftlich gerne mit den Facetten des Lebens und Problemchen, für die es (nicht immer) eine Lösung gibt.
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