Wie starte ich ein Business ohne Geld? – Mrs Globalicious

Ohne Moos nix los: Wie starte ich ein Business ohne Geld?

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Manchmal komme ich mir vor wie in einem Strom einer großen Bewegung. Die Flut an Menschen, die bereit sind alles für ihren Traum stehen und liegen zu lassen, kam mir noch nie größer vor, als im Moment. Die Leute trauen sich – endlich. Sie haben es begriffen, dass sich die Zukunft im Idealfall nur noch um die eigenen Bedürfnisse drehen sollte. Sie wollen sich austoben, kreativ sein, mit eigenen Ideen spielen, neue Trends setzen und für andere Menschen da sein. Bedürfnisse erkennen, sie fokussieren und Problemstellungen lösen. Das Internet macht es möglich. Genauso wie es auch möglich macht, ein eigenes Business aufzubauen, so quasi ohne Geld.

 

Ich habe Gefallen an diesem Trend gefunden, auch wenn ich normalerweise nicht diejenige bin, die auf Trendzüge aufsteigt. Ich habe selbst am eigenen Leibe gespürt, was es bedeutet, beruflich und persönlich nicht mehr ganz auf der Höhe zu sein. Ich habe auch gefühlt, dass es da mehr geben muss. Irgendetwas, dass möglich sein muss, ohne dafür mit großem Kapital in Vorkasse gehen zu müssen. So etwas wie ein Onlinebusiness nach eigenen Maßstäben.

 

Pleite zu sein kann viele Ursachen haben. In vielen Fällen hat es etwas mit Job-haben oder Job-nicht-haben zu tun. Es gibt aber auch einige, die entweder beim ersten Versuch in die Selbstständigkeit kein glückliches Händchen hatten oder die, die bisher einfach nicht die Möglichkeit hatten, etwas auf die Seite zu sparen. Letzteres ist keine Seltenheit mehr.

 

Ich möchte Dir nun etwas ganz wichtiges sagen:

 

Pleite zu sein ist keine Schande. Pleite zu sein ist nichts Verwerfliches und Pleite zu sein sagt nichts über Deine Sozialkompetenz, Deine Businesskompetenz und schon dreimal nichts über Deine Persönlichkeit aus.

 

Nicht jeder wurde mit einem finanziell abgesicherten Background geboren und nicht jeder hatte das Glück, auf seinem Werdegang die richtigen Entscheidungen zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort treffen zu können. Viele sind schon unter härtesten Bedingungen zur Welt gekommen und konnten sich ihre Umstände einfach nicht aussuchen. Aber auch die haben die gleichen Bedürfnisse wie jeder erfolgsverwöhnter Glückspilz unter uns. Das wichtige ist, dass egal wo Du herkommst, egal welchen Background Du hast und ganz egal wie oft Du vielleicht schon gescheitert bist, es nie zu spät ist wieder aufzustehen oder neu zu beginnen.

 

Geld spielt mittlerweile nur eine untergeordnete Rolle, wenn es um das Gründen eines eigenen kleinen Imperiums geht. Kleine Schritte machen es aus. Dein Wille macht es aus. Und Deine Bereitschaft, alles Erdenkliche für Deinen Traum zu riskieren. Das wichtigste ist, dass Du niemals, und ich meine wirklich niemals, aufhörst. Gehe liebe kleine Schritte als keine.

 

Eine Festanstellung bietet weniger Sicherheiten als Du denkst

Unter Kritikern besteht dieses Argument seit Jahren. Wer aber glaubt, er habe mit seiner Festanstellung noch irgendwas an Sicherheit in der Hinterhand, der täuscht sich gewaltig. Sicher, Gesetz ist Gesetz – aber wenn sich Dein Chef gegen eine zukünftige Zusammenarbeit entscheidet, hast Du einfach verloren. Sie finden immer Möglichkeiten, Dich aus dem Unternehmen zu werfen. Klagen? Was hast du davon? Einen jahrelangen Rechtsstreit auf Wiedereinstellung? Oder die Klage wegen ein paar Monatslöhnen? Verstehe mich nicht falsch, ich würde Dir immer raten für Dein Recht einzustehen – auch im Sinne einer Klage, wenn es unumgänglich ist. Was ich hiermit sagen möchte, ist, selbst wenn Du gewinnst, hast Du dir vielleicht Dein Geld gesichert, aber eine Zukunft wirst Du in dieser Firma wahrscheinlich nicht mehr sehen. Also muss ohnehin ein neuer Job her.

 

Sei Dir Deines Sieges nicht so sicher, wenn Du denkst, dass Dein Arbeitsplatz Dir ewige Sicherheit bietet. Nichts ist heute mehr sicher. Jeder ist ersetzbar – auch Du!

 

Beginne Deine Selbstständigkeit im Nebenerwerb

Die Variante mit dem geringsten (finanziellen) Risiko wäre die Selbstständigkeit in Nebenerwerb. So kriegst Du eine weiche Landung hin und kannst bei Erfolg nach und nach Deine Arbeitszeiten im Hauptjob reduzieren, bis Du fähig bist, auf eigenen Beinen zu stehen. Dieser Werdegang empfiehlt sich besonders, wenn Du wirklich nichts auf der hohen Kante hast.

 

Experten empfehlen ein Puffer, dass Dich die ersten Monate oder sogar ein bis zwei Jahre überbrücken lässt. Die Fixkosten wie Miete, Auto usw. wollen schließlich immernoch bedient werden.

 

Beantrage einen Gründerzuschuss

Das deutsche System (in der Schweiz und Österreich gibt es auch etwas in der Art) hat für angehende Selbstständige einen Gründerzuschuss eingerichtet, der unter bestimmten Voraussetzungen für Dein Business gewährt wird oder auch nicht. Carina von um180Grad.de hat dazu einen hilfreichen Beitrag geschrieben, der Dir sicherlich einige Fragen beantworten kann. Auch wenn ihn wohl nicht jeder bekommt, ist es sicherlich einen Versuch wert. Informiere Dich hier aber gründlich zu den Voraussetzungen und mache Deine Hausaufgaben, bevor Du ihn beantragst.

 

Starte ein Online Business

Ohne Moos nix los? – Nicht, wenn du Online startest.

Die Online-Variante ist im technologischen Zeitalter nicht nur die beliebteste, sondern auch die kostengünstigste, flexibelste und die vielseitigste Variante. Tutorials weit und breit, in jeglichen Formen und Farben. Sie helfen Dir mit allem, was für Dich in der Aufbauphase und auch später an Arbeit anfällt.

 

Das Internet hat Antworten auf alles. Eine Webseite ist heute in zehn Minuten aufgesetzt, eine eigene Domain mit drei Klicks für ein Schnäppchenpreis gekauft und die Verwaltung kriegst Du mit den benutzerfreundlichen Oberflächen der heutigen Content Management Systeme auch ziemlich schnell in den Griff. Nicht zu vergessen: Nirgendwo erreichst Du auf einmal so viele Leute und potenzielle Kunden als über das Internet – wenn Du es richtig machst.

 

Auch die Rahmenbedingungen ermöglichen Dir höchste Flexibilität. Deine Arbeitszeiten kannst Du Dir bestens selbst einteilen, denn das Internet macht niemals Mittagspause oder Feierabend. Dein zukünftiger Arbeitsplatz? Laptop, Wi-Fi und Deinen kreativen Kopf, mehr brauchst Du nicht. Kein Büro, keinen extra Computer, kein Lagerraum (es sei denn, Du verkaufst physische Produkte), kein Personal und keine Ortsgebundenheit. Mit keiner anderen Möglichkeit hast Du so viel Vorteile und so wenige Nachteile auf einem Fleck.

Halte Ausgaben so gering wie möglich

Viele Menschen reden von Minimalismus – und mindestens genauso viele ordnen diesen falsch ein. Minimalismus bedeutet nicht, sich von allem zu verabschieden und draußen im Wald in einem Tipi zu leben. Minimalismus bedeutet, sich von all den Sachen zu befreien, die einen physisch und psychisch blockieren. Dinge, die Dich unnötig binden, Dinge, die Dich finanziell unnötig belasten oder Dinge, die Du besitzt, aber schon seit Jahren nicht mehr mit dem blanken Hintern anschaust.

 

Wenn Du kein Kapital hast, das Dich in den ersten Monaten finanziell über Wasser halten kann, dann musst Du lernen, Deine Ausgaben so gering wie möglich zu halten. Verkaufe Dinge, die Du nicht mehr benötigst, checke alle Versicherungen auf Notwendigkeit und prüfe, ob Du bei den wichtigsten – wie beispielsweise der Kranken- und Haftpflichtversicherung – einen besseren Deal abräumen kannst.

 

Eingesparte Monatsprämien können Dir in Notfällen schon mal das letzte Brot bescheren wenn es darauf ankommt. Esse daheim, anstatt drei Mal in der Woche im Restaurant und fahre mit den Öffentlichen anstatt mit dem Auto, wenn Du Dich sowieso jedes Mal über die Parkplatzsuche beschwerst. Und vor allen Dingen erspare Dir ausgiebige Shopping-Touren. Kein Mensch braucht jeden Monat neue Schuhe, neue Taschen oder neue Jeans.

 

Suche dir einen Bridge-Job

Wenn Dich Dein Hauptjob nicht mehr glücklich stimmt und Du das Gefühl hast, Du musst da raus, brauchst Du trotz allem Geld, um Dir das Leben als Selbstständige zu finanzieren. Also entweder, Du hast einen tollen Mann geheiratet, der Dich unterstützt und der Dir kreativen Spielraum lässt, Du hast eine tolle Oma, die Dir das Erbe vielleicht schon vorstreckt oder Du nimmst einen Kredit auf – Spaß beiseite, tu das bloß nicht!

 

Die beste Lösung für kleine Pleitegeier ist noch immer ein Bridge-Job – also ein Job, den Du wirklich nur des Geldes wegen machst. Lass Dich als Bedienung in einem Restaurant anstellen oder setze Dich irgendwo an die Kasse. Somit kannst Du Dich ohne finanziellen Stress auf Dein Business konzentrieren und musst nicht jeden Monat um die Miete kämpfen. Viele Newcomer nutzen ebenfalls Freelance-Portale und arbeiten auf freiberuflicher Basis, also auf Rechnung. Übersetzer, Texter, Fotograf, Webdesigner, Grafiker, … Es gibt Tausende Varianten. Melde Dich doch mal bei ein paar Plattformen kostenlos an und schaue, was dort für wie viel Geld angeboten wird.

 

Folgende kann ich Dir empfehlen:

Upwork

Elance

Freelancer

Projektwerk

 

Kein Geld ist kein Hindernis!

Leider schrecken viele Menschen bei dem Wort „Selbstständigkeit“ zurück, weil sie schnell feststellen, dass sie ja wirklich alles Selbst machen müssen. Ja, Du bist wirklich für alles Selbst verantwortlich und ja, es kann richtig geil werden, wenn Du dran bleibst und nicht gleich den Schwanz einziehst, wenn schlechte Tage aufkommen. Denn das werden sie. Ganz sicher sogar.

 

Wer sagt, er traut sich nicht, weil er kein Geld hat, wird es nie tun. Das ist zumindest meine Ansicht und ich bin bereit dafür gelyncht zu werden. Denn wem etwas so wichtig ist, dass er dafür bereit ist, Opfer zu bringen, der tut auch alles Erdenkliche, um diesen Traum umzusetzen. Am Anfang gehst Du durch den Dreck und hast Momente von Rückschlägen und Selbstzweifeln. Du wirst von Fleissarbeit-Jobs leben müssen, wirst lernen müssen zu investieren und vielleicht auch zu verlieren. Wiederum wirst Du ausprobieren, scheitern, gewinnen und immer ein Stück mehr wagen, als es die Konkurrenz tut. Wer selbstständig ist, ist es mit Leib und Seele – und nicht des Geldes wegen. 

 

Werde nicht selbstständig wegen des Geldes

Neulich habe ich folgenden Satz gelesen: „Wer sich nur wegen des Geldes in die Selbstständigkeit stützt, der hat schon verloren, bevor er begonnen hat“.

 

Auch wenn das eigene Business positive Seiten bringen mag, doppelt so viele stressige Tage werden Dich erwarten. Du willst raus aus dem öden 9 to 5? Dann sei Dir bewusst, dass Deine zukünftigen Arbeitszeiten Deine alten um Weiten übertreffen werden – zumindest am Anfang. Du willst Dein eigenes Business, weil Du finanzielle Unabhängigkeit möchtest? Shopping? Reisen? Ein eigenes Häuschen? Vielleicht in ein paar Jahren. Bis Du da hinkommst, werden im Normalfall (aber was ist im Internet schon noch normal) ein paar Winter in die Lande ziehen.

 

Mache Dich nie selbstständig wegen des Geldes! Es dauert eine lange Zeit, bis es in den Massen kommt. Lass Dich nicht von Leuten blenden, die es schon geschafft haben. Auch sie haben einen langen Weg hinter sich. Vielmehr solltest Du Leidenschaft, Kreativität, Ausdauer, Disziplin und Durchhaltevermögen mitbringen.

 

Vertrauen ist das A und O

Du kannst zwar von Vertrauen allein Deine Rechnungen noch nicht zahlen, jedoch spielt Vertrauen eine ganz große Rolle, wenn Du dauerhaft mit Deinem Business bestehen möchtest. Vertrauen in Dich selbst, in Deine Fähigkeiten, in Dein Konzept, das Vertrauen zwischen Dir und eventuellen Businesspartnern und nicht zuletzt das Vertrauen, das Dir Deine Leser schenken werden/müssen/sollten, wenn sie erst mal herausgefunden haben, was Du für ein inspirierender und toller Mensch Du bist. Selbst in einer Welt, die heute viel von Geld regiert wird, ist ein großer Punkt nicht verloren gegangen – das Gefühl, das man gut aufgehoben sein möchte.

 

Wenn Menschen einem nicht vertrauen, werden sie sich mit der Person, geschweige dem Produkt oder der Dienstleitung, nicht weiter beschäftigen. Sie werden zum Wettbewerber gehen, der es geschafft hat ihr Vertrauen zu gewinnen. Handle also immer nach bestem Wissen und Gewissen, versuche nie die Abkürzung zu gehen, nur weil sie vielleicht einfacher erscheint, wenn Du dafür mit Deiner Glaubwürdigkeit spielen musst. Bleibe immer fair, ehrlich, solide und halte Deine Versprechen.

 

Sieh das Risiko der Selbstständigkeit auch immer als Chance zum eigenen Glück.

Ich stimme Dir zu, das Risiko ist da, alles zu verlieren. Niemand verliert und niemand scheitert gerne. Wusstest Du aber, das die Chance statistisch gesehen größer ist, mit seinem Business erfolgreich zu sein, als als Festangestellter auf Dauer seinen Job zu behalten? Nimm Dir mal eine Minute für Dich und führe Dir mal vor Augen, wie es wäre, wenn all das wirklich funktionieren würde. Also, warum Zweifel?

 

Wie ist es bei Dir? Selbstständigkeit ausschliesslich mit Sicherheitsnetz oder Mut zum Risiko? 

 

 

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Gründerin/ Bloggerin / Autorin bei Mrs Globalicious
Doris ist die Autorin und Seele des Mrs Globalicious Online-Magazins. Als Journalistin und Autorin schreibt über ihre Lebenserfahrungen und erlangte Sichtweisen, die sie in verschiedenen Ländern und Lebenssituationen gewonnen hat. Mit ihrem ausgeprägten USA-Faible liebt sie es zu reisen - auch an Orte die nichts mit Burgern und Superbowl zu tun haben. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund wenn es darauf ankommt und beschäftigt sich leidenschaftlich gerne mit den Facetten des Lebens und Problemchen, für die es (nicht immer) eine Lösung gibt.
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3 Gedanken zu „Ohne Moos nix los: Wie starte ich ein Business ohne Geld?

  1. Hallo Doris,
    ich stehe gerade mit meinen fast 47 Jahren auch vor der Frage, wage ich nochmal etwas anderes in meinem Leben ja oder nein. Der festgefahrene „sichere Job“ langweilt mich mehr und mehr und die Frage etwas anderes zu machen kreuzt immer wieder meine Gedanken. Dein Artikel hat vieles auf den Punkt gebracht. Danke! Du bestärkst mich, meinen Traum mich selbst zu verwirklichen und etwas zu wagen. Und natürlich, ich bin keine 20 mehr, das hat Vor- und Nachteile. Ich habe einige Erfahrungen im Leben sammeln können. Eine ist eine immer wiederkehrende und gleichbleibende, wenn man hinfällt muss man wieder aufstehen und die Angst vor etwas, was eintreten könnte hat sich nie als solche „Katastrophe“ bewahrheitet. Aber die Angst ist ein Hemmer, der einen selbst einschränkt. Ich werde dran bleiben und meinen Traum reifen lassen 😉
    Liebe Grüße
    Doreen

    1. Liebe Doreen,

      47 ist doch kein Alter um sich selbst nichts mehr zu gönnen! Kein Mensch sagt „Ab 45 darfst du dir selbst nichts mehr gutes tun“. Du bist sicherlich einigen jungen Hüpfern um Längen voraus was deine Lebenserfahrung betrifft, aber genau die kann dir ja helfen, bedachter zu handeln und realistische Ziele zu setzen. Du kannst also davon nur profitieren!

      Ich stehe voll hinter dir! Halte mich gerne auf dem laufenden.

      Liebe Grüsse,

      Doris

  2. Ein sehr guter Artikel mit vielen hilfreichen Informationen und Tipps. Für einige sicherlich eine große Hilfe, zumal in diesem Bereich ja doch immer wieder Fragen aufkommen.

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