Bist du neidisch auf den Erfolg anderer? – Mrs Globalicious

Bist du neidisch auf den Erfolg anderer?

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Im heutigen Beitrag gehe ich ein Thema an, das häufig im Tabubereich des Lebens stattfindet. Und heute kann sich keiner herausreden, denn ich wage zu behaupten, das jeder zu irgendeinem Zeitpunkt auf etwas, das eine andere Person besessen oder erreicht hat, neidisch war – auch ich.

 

Neid hat einen sehr bitteren Beigeschmack. Meist tritt es dann auf, wenn andere Personen Dinge erreicht haben, die man selbst gerne hätte. Social Media Plattformen sind gefüllt mit den positiven Dingen des Lebens, jeder zelebriert sich und seine Erfolge im höchsten Maße, um die gewünschte Aufmerksamkeit zu bekommen. Millionäre zeigen was sie besitzen, Unternehmer zeigen was sie können und Privatpersonen bleiben dabei meist auf der Strecke. Im Normalfall sind sie diejenigen, die die Impressionen des perfekten Lebens verfolgen, ihnen nacheifern möchten und häufig leider ein völlig falsches Bild von der Realität vermittelt bekommen.

 

Denn…

… es ist nicht alles Gold was glänzt

Menschen, die alles haben, haben eben nicht alles. Auch sie haben die Weisheit nicht mit Löffeln gefressen, sind verwundbar, haben mit Niederlagen zu kämpfen und haben auch kein Wundermittel für ewige Schönheit auf Lebenszeit. Und auch sie werden irgendwann sterben. Und siehe da, alles ebenso Menschen wie Du und ich. Man denke an all die Stars und Hollywood-Sternchen, die zwar mit Geld gesegnet sind, aber dafür zumeist mit sozialen Brennpunkten hinter verschlossenen Türen zu kämpfen haben.

 

Sie haben oft den Boden der Realität verlassen, sind nicht mehr imstande, ungestört den Wocheneinkauf zu machen, haben keine, wenige oder die falschen Freunde und ihr Leben wird abseits der Leinwände von der Presse auseinandergenommen. Sie dürfen sich keine Fehltritte leisten, haben den Druck, immer gut aussehen zu müssen und kriegen es oft psychisch nicht gebacken, wenn sich ihr Ruhm mit den Jahren verflüchtigt. Sie haben alles, jedoch haben sie eines oft nicht: Die mentale Stärke, Hochs und Tiefs meistern zu können. Ganz abgesehen davon, hört sogar der Familiensinn bei Geld und Macht auf. Und jetzt frage ich Dich, ob es das ist, auf das es sich lohnt, neidisch zu sein?

 

Sicher, nicht alle erfolgreichen Menschen sind psychische Wracks und gehören in die Klapse. Das Bild, das ich aufgezeigt habe, war bewusst sehr überdramatisiert, aber ich möchte Dir damit zeigen, dass es immer zwei Seiten der Medaille gibt. Die eine ist wunderschön, glänzt und gleicht dem Paradies, während die andere mit Selbstbewusstsein, Vertrauen, Stärke, Herz und Vernunft zu tun hat. Es ist nicht alles so toll, wie es aussieht und alles hat auch seine Schattenseiten. Du wirst entscheiden müssen, wo Du Deine Grenzen setzt. Diese sind wichtig, dass Du unterwegs nicht Deinen Kopf verlierst.

 

… Du siehst lediglich das Ergebnis einer langen Prozedur

Wer Dinge erreicht hat, auf die andere neidisch sind, ist meist selbst durch die Hölle gegangen und hat mit dem Teufel zu Mittag gegessen. Erfolg ist kein permanenter Zustand, keine Lebensmomentaufnahme, sondern ein Resultat aus harter Arbeit und Engagement, sowie einem Mix aus Risikobereitschaft, Mut und einer genialen Idee, die nicht im Keller zum Einstauben zurückgelassen wurde. Und ich wünsche mir, dass Du Dir das heute zu Gemüte führst.

 

Das Gute daran ist, dass Erfolg nicht nur für bestimmte Personengruppen gemacht ist. Wenn Du Dir wünschst, mit Deinem Business erfolgreich zu sein, kannst auch Du Dir einen Platz an der Sonnenseite sichern, sofern Du bereit bist, dafür Deine Hausaufgaben zu machen. Wenn Du etwas vom großen Kuchen abhaben möchtest, liegt es allein in Deiner Hand, das grosse Ganze anzugehen und einen Schritt nach dem anderen zu setzen.

 

Neid zerstört Dein Selbstvertrauen

Offen mit Neid umzugehen, ähnelt schon fast einem Eingeständnis, dass man etwas tut, das sich nicht gehört. Leider kommt er in allen Lebensphasen vor und hört nie auf. Man kann auf alles und jeden neidisch sein. Auf das neue Auto des besten Freundes, die Bilderbuchfamilie der Nachbarn, die Weltreise der Schwester oder den Lottogewinn vom Onkel und der Tante.

 

Auch im Businessbereich, vor allen Dingen in den höheren Rängen, ist das Thema nicht unter den Tisch zu kehren. Neid auf den Erfolg der Kollegen, den guten Draht zum Chef, der Lohnerhöhung, die Beförderung, den Auslandseinsatz, den man selbst antreten wollte und nicht zuletzt Neid auf Geld, dass man selbst nicht so locker sitzen hat.

 

Wenn Du ständig neidisch auf das bist, was andere besitzen oder erreicht haben, begehst Du damit einen großen Fehler und siehst Dich selbst als Mensch zweiter Klasse. Du redest Dir ein, jemand sei besser, hätte mehr verdient und dass Du es nicht würdig seist, an der Stelle dieser Person zu stehen. Und das ist absoluter Quatsch. Du machst Dich selbst nur schlecht und das hast Du definitiv nicht verdient.

 

Wer neidisch ist, schürt die Gefahr, Situationen und Beziehungen nicht mehr klar deuten zu können. Das Gefühl, etwas haben zu wollen, einem im Moment vielleicht noch nicht zusteht, macht häufig nicht nur zwischenmenschliche Beziehungen kaputt, sondern nagt auch an Deinem Charakter. Es gibt Menschen, die damit besser umgehen und Gefühle von Neid gleich zur Seite schieben können und es gibt Menschen, die dann nur noch Rot sehen.

 

Doch wie gehe ich am besten mit Neid um?

Zu allererst musst Du lernen, anderen ihr Glück zu gönnen, ganz unabhängig davon, ob sie es verdient haben oder nicht. Du warst nicht bei der Vergabe des Glücks dabei und hast auch nicht das Recht darüber zu richten, wer es verdient hat und wer nicht.

 

Fakt ist: Es liegt nicht in Deiner Hand, wer was bekommt. Wenn Du Deinen Fokus nur noch darauf legst anderen ihr Glück zu missgönnen und zu verhindern, dass eventuell noch mehr kommen könnte, blockierst Du Dich selbst. Was wäre nämlich, wenn Du Deine Chance auf den Jackpot verpasst, weil Du zu sehr damit beschäftigt bist, anderen den Garaus zu machen? Jap, dann stehst Du ziemlich doof da.

 

Sei sozial, sei fair und lasse Dich nicht auf irgendwelche Mätzchen ein. Freue Dich stattdessen lieber darüber, dass andere glücklich sind, mit dem was sie haben, auch wenn Du es nicht nachvollziehen kannst. Das meine Liebe, ist Charakterstärke.

 

Neid muss man sich verdienen

Was wäre, wenn Du eines Tages eine Person bist, der andere gerne nacheifern würden? Wenn Personen die Du kennst, oder auch nicht kennst, sagen würden: „Ich wäre auch so gerne wie sie. Sie hat so viel erreicht und lebt das Leben, dass ich gerne leben würde. Ich bin total neidisch und würde alles dafür geben“? Wäre das nicht ein großartiges Gefühl, wenn andere so zu Dir aufschauen würden?

 

Das würde automatisch auch bedeuten, dass Du etwas in Deinem Leben geleistet hast, dass für sie pure Inspiration und als etwas Begehrenswertes darstellt. Sei ein Vorbild und verdiene Dir Dein Neid. Im Gegensatz zu dem neidisch sein, ist das „beneidenswert sein“ nämlich etwas durchaus Positives.

 

Nutze diese Eindrücke als Inspiration

Wenn Du einer Person nacheiferst, die etwas erreicht hat, dass Du Dir für Dich selbst auch wünschst, dann recherchiere und arbeite. Versuche herauszufinden, welchen Weg sie gegangen ist, welche Kontakte sie geknüpft hat, welche Mentoren sie auf ihrem Weg begleitet haben und womit sie ihre Freizeit verbracht hat. Versuche alles Wissenswerte über diese Person herauszufinden. Setze Dich mit dem auseinander, was diese Person für Dich so bemerkenswert macht. Vielleicht kannst Du noch was von ihr lernen.

 

Wenn sich die Möglichkeit bietet, frage direkt an und bitte um ein Gespräch. Erkläre ihr, dass Du es toll und bemerkenswert findest, wie sie alles gemeistert und was sie alles erreicht hat und dass Du Dich freuen würdest, wenn sie Dir ein paar Fragen beantworten würde. Wenn nicht, dann setze alle Hebel in Bewegung und gehe Dein Ding an. Gerne auch mit kleinen Schritten, mit denen kommst Du nämlich auch voran.

 

Hand aufs Herz – warst Du schonmal neidisch auf den Erfolg anderer? Wie bist Du damit umgegangen? Oder wie denkst Du generell über dieses Thema? 

 

 

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Gründerin/ Bloggerin / Autorin bei Mrs Globalicious
Doris ist die Autorin und Seele des Mrs Globalicious Online-Magazins. Als Journalistin und Autorin schreibt über ihre Lebenserfahrungen und erlangte Sichtweisen, die sie in verschiedenen Ländern und Lebenssituationen gewonnen hat. Mit ihrem ausgeprägten USA-Faible liebt sie es zu reisen - auch an Orte die nichts mit Burgern und Superbowl zu tun haben. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund wenn es darauf ankommt und beschäftigt sich leidenschaftlich gerne mit den Facetten des Lebens und Problemchen, für die es (nicht immer) eine Lösung gibt.
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11 Gedanken zu „Bist du neidisch auf den Erfolg anderer?

  1. Toller Artikel Doris! Ich hatte ja auch schonmal ueber die Szene geschrieben…. Ich wundere mich aber trotzdem ueber so einiges… Es ist nichmal Neid, es ist auch fehlende Akzeptanz und Tolleranz…

    Gruesse,
    Chris
    Finde deinen Artikel super.

    1. Danke Chris.

      Ja, da gebe ich dir recht. Aber so unangenehm fehlende Akzeptanz und Toleranz sich auch anfühlt, wichtig ist, dass du hinter dem stehst was dir wichtig ist. Andere Meinungen dazu sollten keine Rolle spielen.

      Liebe Grüsse!

  2. Den Neid jag gleich davon, sagt mein Bruder immer wenn ich in Gesprächen neidisch werde. Ich versuche eigene Ziele zu erreichen, die ich schon 100 mal durchdacht habe und die mir wirklich passen. Dann überlege ich mir Ausbildungen und Kurse zu absolvieren, die mich auf dem Weg zum Ziel wirklich weiter bringen. Da wo ich eine Schleife drehen könnte sage ich nein. Das ganze Ziel erreichen braucht Zeit, da kann ich nicht noch auf andere kucken. Und mal umgedreht gedacht, hatten die anderen nicht denselben Weg, vielleicht nur früher? Haben die für das was sie haben nicht auch einen Preis bezahlt, der womöglich auf Kosten der eigenen Gesundheit geht? Sobald ich hart arbeitende Leute erkenne verfliegt bei mir jeder Neidgedanke, den gleichzeitig ist das Leben kurz.

  3. Sehr schön geschrieben! Mein Freund sagt immer, „Der Neid der anderen ist mein Erfolg“. Neid finde ich persönlich in Ordnung, es mag zwar auf den ersten Blick ein negatives Gefühl sein, aber wer es als Ansporn nutzt, selber etwas zu erreichen, auf das andere neidisch sein können, der hat etwas noch viel besseres geschafft, nämlich ein negatives in ein positives Gefühl umzuwandeln. Und das können nur ganz wenige, glaube ich. Übrigens ist das, was den meisten Neidern fehlt, gar nicht unbedingt das Geld, sondern einfach nur der Mut. Der Mut den Job zu kündigen und sich einen besseren zu suchen oder der Mut, einen Kredit aufzunehmen. Das Leben wäre so einfach, wenn man mal seine Komfortzone etwas verlässt und die Pobacken zusammenkneift und einfach ändert, was einen stört. Ich behaupte, 50% der Gründe, auf andere neidisch zu sein, ließen sich so eliminieren, wenn nicht sogar noch mehr.

    1. Hallo Doris und Tanja,

      dein Artikel gefällt mir sehr, ich hatte erst letztens ein langes Gespräch darüber.
      Ich stimme mit der überein Tanja, dass Neid etwas positives hat. Denn jedes Gefühl soll uns etwas sagen. Negative Gefühle sagen uns meistens, dass wir etwas ändern sollen. So gesehen kann Neid auch ein Antrieb sein.
      Ich denke, man muss unterscheiden, ob man auf materielle Dinge oder das Leben bzw. die Einstellung von anderen neidisch ist. Denn materielle Dinge machen einen nicht auf Dauer glücklich. Eine Lebenseinstellung oder das Aneignen von bestimmten Fähigkeiten kann einen dagegen schon glücklich machen.

      Grüße
      Dario

  4. Liebe Doris, wie sehr Dein Artikel auf den Punkt kommt und den Nagel auf den Kopf trifft. Durch FB wird unsere Stärke, fest und im „man muss auch jönne könne“- Modus zu bleiben, sehr auf die Probe gestellt und gefordert. „Warum die anderen, warum nicht ich“, „ich bin doch auch an meinen Zielen dran“, fragt man sich dann. Und dann findet man sich auf einmal in der Lage, die Beneidete zu sein. Und wenig wissen die, die dann auf der anderen Seite sind, wie viel „Dreck“ man gefuttert und wie viele Hindernisse es zu überwinden galt … ein Aspekt, den ich gerne ergänzen möchte, ist der, dass man sich auch SELBST gönnen darf, wenn man erfolgreich ist. Denn das Gefühl, auf einmal die Beneidete zu sein, muss auch gelernt und verkraftet werden (wenn man in dem Kleinen doch eher zu Hause war … ) Es hat, wie immer, alles zwei Seiten. Und es ist ein guter Anfang, „gönnen zu lernen“. Denn wenn jeder dem anderen Gutes wünscht, bleibt viel weniger Platz für das Schlechte, und es wird als Unkraut unter den Früchten der Gefühle der Freude verdrängt.

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