"Mir war gar nicht bewusst, was alles möglich ist"! – Das Interview mit Carina Herrmann – Mrs Globalicious

„Mir war gar nicht bewusst, was alles möglich ist“ – Das Interview mit Carina Herrmann

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Wer aus Leidenschaft bloggt und es schafft, sich eine interaktive Community aufzubauen, schließt mit jedem einzelnen Beitrag und mit jedem Austausch mit seiner Leserschaft, einen kleinen Pakt mit dem Teufel. Denn um das alles am Laufen zu halten, ist gerade am Anfang viel Ausdauer und Disziplin gefragt, denn so schnell die Leser kommen, so schnell hat man sie auch wieder verloren, wenn man sie nicht gekonnt und kreativ bei Laune hält. Das stetige "Muss" an Präsenz ist also unabkömmlich, wenn man es ernst meint und in naher Zukunft ein profitables Business daraus machen möchte. 

 

Wenn man es dann erst mal geschafft hat und sich als professioneller Blogger etabliert und ein profitables Standbein geschaffen hat, wird man schnell zum Vorbild für eine ganze Generation an Möchtegern-Selbstverwirklichern. Ich bin selbst ein kleiner Teil dieser Generation und strebe auch eine ganz große Portion an Selbstbestimmung, Unabhängigkeit und innerem Seelenfrieden an. Mit großer Neugier habe ich mich daher an eines meiner derzeitigen Vorbilder in Sachen erfolgreiches Online-Business, Ortsunabhängigkeit und Female Entrepreneurship gewandt. Carina Herrmann ist selbst Gründerin und erfolgreiche Unternehmerin und führt mit ihren zwei Blogs Pink Compass und um 180 Grad zwei profitable Standbeine, die ihr ein Leben ermöglichen, dass vielen derzeit noch vor Augen schwebt.

 

Ich wollte von ihr wissen, wie sie ihr Leben und das Leben ihrer Leser verändert und trotzdem noch Zeit für einzigartige Momente in ihrer Freizeit hat. Hier gibt es nun die Antworten dazu:

 

Carina, du bloggst nun seit einigen Jahren, wann hattest du den Punkt erreicht, als du merktest, dass dein Leben nun eine komplett neue Richtung – die für dich perfekte Richtung – einnimmt? 

Ich würde sagen, das war etwa ein Jahr nachdem ich mit Pink Compass gestartet bin. Ich war zwar immer noch teils als Freelancerin unterwegs und mein Einkommen war noch eine ganze Weile lang nicht wirklich stabil, aber ich habe zum ersten Mal den Gedanken gehabt "Das könnte wirklich funktionieren!".

 

Conni von Planet Backpack beispielsweise hat einmal von ihrem Traumtag gesprochen. Hast du deinen bereits schon erlebt? Wenn ja, wie sah der aus?

Der ideale Tag ist ja im Grunde die Vision, die man sich anfangs für sein Business vorstellen sollte. Und die verändert sich auch immer wieder. Meine erste Vision war es, ortsunabhängig arbeiten und reisen zu können. Das habe ich mir mit der Selbstständigkeit verwirklicht und von da an jeden Tag gelebt.

Danach kam der Aspekt, nicht mehr finanziell bei den Reisezielen eingeschränkt zu sein und auch diese Vision habe ich vor etwa einem Jahr verwirklichen können. Mittlerweile habe ich keine Träume mehr. Nur noch Ziele, die ich gerne verwirklichen möchte. (Denn Träume implizieren oft, dass es bei einem Traum dann eben auch bleibt ...)

 

War das Business, wie Du es jetzt führst, in diesen Ausmaßen, so gedacht und erwartet, oder musstest Du Deinen Kurs zwischendurch auch korrigieren? 

Ich musste einzig in die Richtung korrigieren, dass ich anfangs viel zu klein und eingeschränkt gedacht habe. Mir war gar nicht bewusst, was alles möglich ist und mit jeder Tür, die sich für mich öffnete, war es, als würde sich mein Horizont erweitern.

Mittlerweile gibt es für mich kein "unmöglich" mehr. Alles ist möglich. Man muss nur hart genug dafür und daran arbeiten.

 

Mit Pink Compass und um 180 Grad lebst Du nicht nur vielen Frauen einen Lebensstil vor, den sie sich selbst gerne wünschen, sondern stehst als Vorbild auch in einer Art Verantwortung. Siehst Du das manchmal als Belastung?

Nicht unbedingt als Belastung, aber ich wähle bewusster aus, was ich ausschütte, ja. Ich bin mir bewusst, dass ich vor allem mit Pink Compass einen sehr prägenden Einfluss habe und gehe dabei deutlich sensibler vor, als noch zu Beginn.

 

War es jemals deine Intention, das Leben von deinen Lesern zu verändern?

Das war mein "Warum" (nach Simon Sinek) vom ersten Tag an, ja.

 

Wie viel von dem, was man von Dir auf Deinen Blogs sieht, ist "echt" und wie viel davon ist in Wirklichkeit ganz anders, als es aussieht (z. B. nicht so entspannt)? Kannst Du wirklich jeden Tag am Strand arbeiten und hast immer neue Ideen und Kreativschübe?

Wann habe ich je auf einem meinen Blogs je geschrieben, ich arbeite jeden Tag vom Strand? 😉 Damit hast Du auch sofort den Kern erkannt: Meine Aussagen sind zu 100 Prozent echt, darauf lege ich großen Wert. Ich will kein Teil der Traumfabrik sein, die sich ein wenig um das digitale Nomadentum aufgebaut hat. Aber nicht jeder möchte diese Illusion zerstört sehen und "überliest" dann gerne die Realität, die ich auch sehr offen und ehrlich beschreibe.

Aber ja, ich sprühe tatsächlich ständig vor Ideen und Kreativität. Was aber nicht bedeutet, dass ich trotzdem auch miese Tage habe.

 

Wenn man Dich über längere Zeit verfolgt, wirkst Du wie eine absolute Powerfrau, die alles im Griff hat. Wenn Du dennoch drei Schwächen nennen müsstest, welche wären das? 

Danke für das Kompliment - ich selbst nehme mich gar nicht so wahr.

Ich bin sehr selbstkritisch und habe genauso Selbstzweifel wie alle anderen. Ich habe lediglich gelernt damit umzugehen.

Ich bin immer noch sehr risikoscheu und oft überängstlich, womit ich mir dann hin und wieder selbst im Weg stehe.

Und meine größte Schwäche ist es auch immer mal wieder auf das Gras der anderen zu starren und mich zu fragen, warum ich noch nicht so weit bin wie sie. Pure Ungeduld. Das mag idiotisch klingen (und fällt mir auch nicht leicht, es zuzugeben) aber auch darin sind wir wohl alle gleich...

 

Wie organisierst du die Balance zwischen Carina, der Businessfrau und Carina, der Privatperson? 

Das fällt mir in letzter Zeit etwas schwer, weil sich beides immer mehr vermischt. Im Grunde wollte ich darin nie unterscheiden. Für mich spielt die Trennung Business und Privat keine Rolle, da mein Business auch tatsächlich das ist, was ich liebe, genauso wie ein Hobby. Ich sehe den Unterschied eher dann, wenn ich für andere Menschen eher "Pink Compass" oder "Um 180 Grad" bin und nicht "Carina". Damit habe ich noch etwas Schwierigkeiten.

 

Kürzlich hast du einen Beitrag über einen 5-Jahres Plan geschrieben. Wo siehst du dich selbst in fünf Jahren?

Der Titel des Beitrages war, dass man den 5-Jahres-Plan in die Tonne werfen sollte. Das sagt dann auch schon alles über meinen 😀

 

Kurze letzte persönliche Frage: Wann hast du das letzte Mal vor Glück geweint? 

Hm, daran kann ich mich nicht erinnern. Ich glaube, meine Glückshormone schwimmen schon dauerhaft in meinem System mit...

 

Über Carina Herrmann

Carina Herrmann ist Gründerin und Autorin des Reiseblogs Pink Compass und von um180grad.de, einem Blog für Frauen mit Ambitionen. Seit mehreren Jahren tut sie ausschließlich das, was sie liebt: sie reist um die Welt – derzeit mit ihrem Projekt "12 Monate – 12 Ziele" – und hat es gleichzeitig geschafft, sich mit ihrer Onlinepräsenz ein profitables Einkommen aufzubauen, dass ihr täglich finanziellen Seelenfrieden bietet. Carina hat mittlerweile ebenfalls mehrere Bücher geschrieben und ist gefragte Expertin in Sachen Female Entrepreneurship.

 
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Gründerin/ Bloggerin / Autorin bei Mrs Globalicious
Doris ist die Autorin und Seele des Mrs Globalicious Online-Magazins. Als Journalistin und Autorin schreibt über ihre Lebenserfahrungen und erlangte Sichtweisen, die sie in verschiedenen Ländern und Lebenssituationen gewonnen hat. Mit ihrem ausgeprägten USA-Faible liebt sie es zu reisen - auch an Orte die nichts mit Burgern und Superbowl zu tun haben. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund wenn es darauf ankommt und beschäftigt sich leidenschaftlich gerne mit den Facetten des Lebens und Problemchen, für die es (nicht immer) eine Lösung gibt.
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2 Gedanken zu „„Mir war gar nicht bewusst, was alles möglich ist“ – Das Interview mit Carina Herrmann

  1. Wow – da will wohl jeder von uns Bloggern mal hin 😉 Doch wie viele schaffen es wohl tatsächlich? Bei den vielen Abzweigungen und Versuchungen die der Weg dahin tagtäglich bietet. Die Couch, die immer zwischendurch ruft, das Buch das gelesen werden will, der Fulltimejob der ablenkt, und gaaaaanz laut: die Kinder, die niemals genug Aufmerksamkeit bekommen können. Und doch – es ist zu schaffen wie man sieht. Danke für diesen Beitrag, er macht Hoffnung und gibt Kraft weiterzumachen 🙂

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