Meine Blogger Story

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Es gibt Tausende verschiedene Geschichten, wie jeder Einzelne den Weg zum Bloggen gefunden hat. Und obwohl sich hinter jeder einzelnen Geschichte ein eigenes Schicksal zu verbergen scheint, haben sie doch alle eines gemeinsam: Die Leidenschaft des Schreibens und das Bedürfnis, sich wildfremden Menschen mitzuteilen.

 

 

Ich bin auf so einige Geschichten von internationalen Bloggern gestoßen und war wirklich verblüfft, welche verschiedene Geschichten das Leben so schreibt, bevor sich alle in einer Welt treffen. Dabei macht es keinen Unterschied, welcher Sparte sie sich verschrieben haben, wie alt sie sind oder aus welchen Ländern sie kommen. Ich schaue mich generell eher auf internationalem Terrain um, wenn ich Blogs lese. In meinem RSS Feed befinden sich mittlerweile fast 300 verschiedene Blogs, die sich mit allerlei Themen beschäftigen und deren Persönlichkeiten nicht unterschiedlicher sein könnten.

 

Meine Geschichte fängt für meine Verhältnisse eigentlich ziemlich unspektakulär an. Ich sage „für meine Verhältnisse“, da sich diese Blogging-Leidenschaft aus einer Zeit ergeben hat, die so einiges in meinem Leben verändert hat. In jeder Hinsicht. Ich hätte mir bis dato nie vorstellen können, dass ich einmal die Möglichkeit bekommen würde, für eine längere Zeit im Land meiner Träume, den USA, verbringen zu können und dass diese Zeit aus mir und meinem Leben so viel machen würde.

 

Angefangen hatte alles 2010. Ich war gerade mit meiner Ausbildung fertig. Das Fernweh plagte mich schon seit Jahren und ich hatte erneut das extreme Bedürfnis, einfach meine Koffer zu packen und das gewohnte Umfeld zu verlassen. Drei Jahre vorher hatte ich schon versucht, als Au-pair in die Staaten zu kommen. Kurzfristig musste ich jedoch alles abblasen, weil ich eine Ausbildungsstelle gefunden hatte. Ich litt drei Jahre unter extremem Fernweh. Das Gefühl, dass ich mit dieser Chance etwas ganz großes in meinem Leben verpasst hätte, ließ mich einfach nicht los.

 

Ich spielte also erneut mit dem Gedanken, meinem Fernweh endlich ein Ende zu setzen. Ich verzweifelte schier an der Masse von To-Dos und den ganzen behördlichen Dingen, die noch vor mir standen. Das war auch so ziemlich die Zeit, als ich begann, über mehrere Monate nur noch YouTube Videos zu schauen und Blogs zu lesen. Welche Möglichkeiten gab es? Wie würden meine Chancen als Auslandspraktikantin stehen? Ein Auslandssemester konnte ich ausschließen, da ich nicht die große Lust verspürte, schon wieder die Schulbank zu drücken. Ich versank quasi in der virtuellen Welt und war fast schon süchtig danach. Ich verbrachte am Tag zum Teil fünf oder sechs Stunden nur noch vor dem Laptop und las …. las … las….

 

Lange Rede, kurzer Sinn, schaffte ich es tatsächlich irgendwann als Auslandspraktikantin in einem Automobilkonzern in Detroit anzuheuern.. Es schien mir wie ein Spießrutenlauf. Ich wollte es ja richtig machen und keine noch so kleine Chance auslassen. Ein FAQ-Video über meine Zeit als Auslandspraktikantin inklusive Infos und Tipps zu Bewerbung und meiner Zeit vor Ort in Detroit gibt es hier …

 

Im Januar 2011 sollte es losgehen. Durch lange Gespräche mit Freunden und Familie wurde mir klar, dass es tatsächlich Leute gab, die sich dafür interessierten, wie es mir dort erging. Also suchte ich nach einer Möglichkeit meine Bilder und Videos in regelmäßigen Abständen mit meiner „Fanbase“ zu teilen. Meine erste Art von Blog war eine Seite, die ich mir über den Anbieter Jimdo erstellt hatte.

 

Ich war sicherlich kein Profi – bin ich übrigens heute auch noch nicht – aber der Homepagebaukasten stellte sich als ziemlich einfache und hilfreiche Möglichkeit heraus, die außerdem noch das beherrschte, was ich eigentlich wollte. Videos und Bilder zu teilen. Ich eröffnete zeitgleich einen Account auf YouTube und lud dort meine Videos hoch, die ich anschließend auf Jimdo verlinkte. Die Seite war weiß Gott nicht anspruchsvoll gestaltet, aber sie erfüllte ihre Zwecke. Die Bilder waren mit einer normalen Digicam gemacht. Von High-Quality konnte noch lange nicht die Rede sein …

 

 

 

 

Zwei Monate vergingen und ich beobachtete, wie sich langsam meine „Fanbase“ vergrößerte. Ich hatte Einträge von Leuten im Gästebuch, die ich nicht mal kannte. Aber es freute mich tierisch, dass so viele sich für mein Leben in den USA interessierten. Irgendwann hatte ich auf ein einziges Video über 2000 Views… Für mich war das superviel! Die Zeit verging wie im Flug und ich fragte mich ab und zu, was ich mit dem Blog machen sollte, wenn ich wieder zurück in Deutschland sein würde. Schließlich würde es nichts mehr geben, über das ich weiterhin berichten konnte.

 

Ich fing also an zu schreiben. Ich schrieb über Dinge, die mich bewegten. Ich veröffentlichte sie aber nicht. Aus dem Grund, weil ich nicht wollte, dass Leute über meine Berichte urteilten. Das zog sich dann über knapp zwei Jahre. Veröffentlicht hatte ich bis dato noch keinen einzigen Text.

 

2012 packte ich mich selbst am Schlafittchen und traute mich, meinen ersten eigenen Text online zu stellen. Die Views waren seeeeehr spärlich. Genauer gesagt waren sie eigentlich kaum vorhanden. Lange Zeit rannte ich quasi gegen eine Hemmschwelle und traute mich nicht, etwas von mir preiszugeben und jeden an meinen Gedanken teilhaben zu lassen. Ich hatte gerade in dieser Zeit viel von Bloggern gehört, die sich zum Teil gegenseitig niedermachten. Aus Konkurrenzdenken, Neid oder was auch immer.

 

Ich wollte nicht, dass sie mit meinen Texten auch so umgingen und ich wollte auch nicht in der virtuellen Luft zerrissen zu werden. Ich las von Bloggern, die Heulkrämpfe bei schlechten Bewertungen ihrer Blog-Posts oder ihren Videos bekamen und ich hörte von Bloggern, die ihreLeidenschaft aufgaben und sich zurückzogen, weil andere, WILDFREMDE Personen, sich das Recht herausnahmen, über andere im übelsten Maße zu urteilen – was ich im Übrigen unter aller Sau finde … Aber das ist ein anderes Blatt …

 

Jedenfalls brauchte ich lange, bis ich mir selbst klar machte, einen Sch**** darauf zu geben, ob andere meinen Blog gut fanden oder mit meiner Meinung in den Beiträgen nicht übereinstimmten. Ich schreibe einfach – für die Leser, die sich auf meinem Blog wohlfühlen. So führe ich meinen Blog heute noch. Mittlerweile hat sich mein Design schon einige Male geändert und ich habe auch erst in den letzten Monaten wirklich meine Sparte gefunden, wo ich mich als Bloggerin sehe. Klar wünsche ich mir auch eine große „Fanbase“ und klar wünsche ich mir auch einen gewissen Bekanntheitsgrad, um als Bloggerin auch gesehen zu werden.

 

Ich wollte mich aber nicht in eine Sparte drängen lassen, nur weil sich der Trend gerade dort festgelegt hatte. Ich bin nun mal keine Fashion- und Beautybloggerin und wüsste auch nicht, was ich auf Dauer über die verschiedensten Lidschatten und die neuesten Modetrends berichten sollte. Ich bin auch keine reine Reisebloggerin, weil mir dazu als Vollzeitbeschäftigte einfach das Geld und die Zeit fehlt, um mich jeden Monat auf einem anderen Kontinent herumzutreiben. Ich bin auch keine reine Social Media Fee, die den ganzen Tag nur am Twittern ist.

 

Ich schreibe über Themen, die mich in meinem Alltag bewegen und die für mich von Relevanz und großer Bedeutung sind. Genau das macht meinen Blog aus. Mein Blog ist auch keine Kommerzmaschine, sondern ein persönliches Projekt, mit dem ich wachse und mit dem ich mich weiterentwickle.

 

Wie bist Du zum Bloggen gekommen? Wie ist Dein Blog entstanden? Längere Berichte können auch gerne verlinkt werden …

 

 

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Gründerin/ Bloggerin / Autorin bei Mrs Globalicious
Doris ist die Autorin und Seele des Mrs Globalicious Online-Magazins. Als Journalistin und Autorin schreibt über ihre Lebenserfahrungen und erlangte Sichtweisen, die sie in verschiedenen Ländern und Lebenssituationen gewonnen hat. Mit ihrem ausgeprägten USA-Faible liebt sie es zu reisen - auch an Orte die nichts mit Burgern und Superbowl zu tun haben. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund wenn es darauf ankommt und beschäftigt sich leidenschaftlich gerne mit den Facetten des Lebens und Problemchen, für die es (nicht immer) eine Lösung gibt.
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4 Gedanken zu „Meine Blogger Story

    1. Hallo Liebe Ela,

      danke für Deine Nachricht!

      Stimmt, in Wien war ich in der Tat noch nicht. Steht aber definitv noch auf meiner Travel-Checklist. Ich habe schon viele positive Sachen gehört und möchte daher unbedingt mal ein paar Tage, natürlich wenn es geht mit meiner Ronja, dort verbringen. Eure Reisetipps werde ich mir gleich mal zu Herzen nehmen!

      Liebe Grüsse,
      Doris

  1. Liebe Doris,

    nun möchte ich doch endlich auch mal etwas unter deine „Story“ schreiben! Kurz und knapp: ich bin ja eine der fremden Leser, die dich nicht kennen aber sofort beim ersten Besuch hier hängen geblieben 🙂 Ich mag Blogs, die mich ansprechen, inspirieren und bei denen ich das Gefühl habe, der Schreiberling hier ist voll und ganz dabei. Das Großartige am Bloggen ist, dass man sich nicht zwangsläufig gegenüberstehen und die Augen schauen muss, um sagen zu kennen: Du bist mir sympathisch! Das geschieht durch den Blog und sein Erscheinungsbild (und natürlich auch dem Inhalt)
    Deinen letzten Absatz unterstreiche ich voll und ganz. Aus meiner Sicht würde ich ihn noch damit ergänzen, ich bin auch kein reiner Mamablog (auch wenn ich es liebe Anekdoten aus der Kinderwelt meines Sohnes zu schreiben), ich bin auch kein reiner Foodblog, obwohl sich so einige leckere Rezepte schon auf meinem Blog tummeln…! Ja die Sache mit der Nische und der Richtung ist nicht unwichtig, wenn es um den Bekanntheitsgrad geht, aber gleichzeitig tue ich mich selbst auch schwer, mich für eine Richtung zu entscheiden…um eventuell noch mehr Traffic zu erlangen! Weil eben viel mehr in meinem Kopf umherschwebt, als nur EINE SACHE!
    Von daher einfach weitermachen und schauen, wohin sich alles auf den Blog und drumherum entwickeln wird!
    So nun habe ich eigentlich gar nichts zu meiner Bloggergeschichte geschrieben, das würde hier aber auchh etwas zu lang werden 🙂
    Liebe Grüße an dich, Maxie

    1. Liebe Maxie,

      ich habe mir am Anfang wirklich so extrem einen Kopf über die Nische gemacht! Ich wollte einfach perfekt positioniert sein und am besten gleich grosse Erfolge absahnen. Die Bloggerwelt hat mich aber schnell eines besseren und grosse Geduld gelehrt. Es ist wirklich so, dass man erst mit der Zeit seine Nische findet. Es geht ja schliesslich nicht nur darum, eine grosse Leserschaft abzuräumen, sondern auch, dass man sich mit dem Thema wohlfühlt und auch immer wieder neuen Stoff findet über den man schreiben kann. Daher sollte man auch nicht zwingend mit irgendeinem Trend mitgehen. Irgendwann geht einem dann schnell die Puste aus und man verliert den Gefallen am eigenen Projekt – und das wäre richtig schade!

      Liebe Grüsse,

      Doris

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