Bin ich zu lahmarschig?! – Mrs Globalicious

Bin ich zu lahmarschig?

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In der Ruhe liegt die Kraft, richtig? Richtig.

 

Wenn das nur so einfach umzusetzen wäre, oder? Gerade wenn man versucht, sein eigenes Business aufzubauen, hat man alle Hände voll zu tun. Die Webseite muss technisch erstellt werden und die Fragen nach Design und Plug-ins bilden die ersten Hürden.

 

Für welches CMS entscheide ich mich? Wo gebe ich Geld aus und wo besser noch nicht? Fotos müssen geschossen, bearbeitet und Texte müssen für den Content geschrieben werden. Eine Marketing-Strategie muss her. Newsletter, ein Dankeschön-Freebie, Landingpages, Gastbeträge, das Akquirieren von Kooperationspartnern, nochmals Texte schreiben und zuletzt pflegen sich die Social Media Kanäle auch nicht von allein. Früher oder später möchte man auch Geld verdienen, also gilt es, parallel zu dem ohnehin vorhandenen Chaos, auch noch ein Produkt oder eine Dienstleistung zu entwickeln, die ganz großes Potenzial hat. Und damit fängt alles wieder von vorne an.

 

Die To-do-Liste wächst ins Unermessliche (meine steht derzeit bei vier DIN A4 Seiten exklusive. Redaktionsplan …), die erledigten Aufgaben brauchen dank des ausgereiften Perfektionismus drei Mal länger als veranschlagt und überhaupt scheinen alle anderen ja schon so viel weiter zu sein, als man selbst. Jeden einzelnen Tag fragt man sich, wo man am besten anfangen soll, ob man die Prioritäten richtig setzt und versucht wie ein fleißiges Bienchen überall die Löcher zu stopfen, um endlich in die Pötte zu kommen. Ja meine Liebe, das ist Business – und lass Dir gesagt sein: Das Gefühl wird nie aufhören, Du wirst lediglich lernen, damit umzugehen. Der Tag hat nun mal nur 24 Stunden und was heute nicht erledigt ist, muss dann eben bis morgen warten.

 

Bevor ich Dir nun ein paar Tipps für Dein geordnetes Chaos an die Hand gebe, möchte ich Dir eines auf den Weg mitgeben: It takes as long as it takes! Ich weiß noch, wie ich vor ein paar Monaten frustriert auf meine Aufgabenliste schielte. So viele Punkte, die noch erledigt werden wollten. Viele davon waren kleinere und leicht abzuhakende Dinge, bei einigen davon wusste ich aber im vorn herein, dass diese nicht innerhalb von zwei Stunden umsetzbar waren. Ich sprach mit einer guten Freundin über die anfallenden Aufgaben und dass es mich so dermaßen nervte, dass ich für die Umsetzung so lange brauchte.

 

Ich erzählte ihr davon, dass ich das Gefühl hatte, zu lahmarschig zu sein und nicht voranzukommen und dass es mir schwerfiel, die richtige Priorität zu finden. Am liebsten hätte ich alles auf einmal erledigt. Das Einzige, was sie zu mir sagte, war: „Ich versteh` deine Aufregung nicht. Es gibt doch keinen Abgabetermin oder jemand der ihn bestimmen würde, oder?“. Und sie hatte ja so recht. Ich erinnerte mich wieder daran, dass der Grund warum ich in die Selbstverwirklichung ging, ja die Freiheit und meine Selbstbestimmung war und dass es eben niemanden mehr geben sollte, der mich hetzt oder meine Arbeit nach Qualität oder Schnelligkeit beurteilen würde.

 

Wenn Du Dich also in diesen Zeilen wieder findest und noch immer nach der perfekten Lösung suchst, habe ich für Dich ein paar Tipps zusammengestellt. Sie sollen Dir helfen, einen geordneten und klaren Kopf zu bekommen.

 

The bigger the gift, the longer it takes

Was Du Dir mit Deinem Business vorgenommen hast, ist wirklich ganz großes Kino. Groß im Sinne von großartig, aber auch groß im Sinne von aufwendig. Dass ein Business innerhalb von zwei bis drei Monaten auf die Beine gestellt werden kann, ist vielleicht technisch möglich, jedoch ist das Wachstum und die Reife nochmals eine andere Baustelle, die Du einfach nicht beeinflussen kannst, so sehr Du Dich auch anstrengst. Hier sind Herz und Persönlichkeit gefragt. All diese Dinge, die man virtuell und real nicht messen kann.

 

Jedes Business ist wie ein Rohdiamant, der erst noch geschliffen werden muss. Und das braucht einfach Zeit. Zeit, die richtige Form zu finden. Wenn Deine Ideen übersprudeln und Du an allen Ecken und Enden Baustellen hast, dann musst Du Dir selbst auch die Zeit eingestehen, dass alles gesund wachsen kann. Mein Coach sagte einmal zu mir „The bigger the Gift, the longer it takes“. Was sie damit meinte, war, dass alles Gute Zeit zum reifen braucht, wenn es gut werden soll. Die entscheidenden Mittel hast Du bereits. Du hast die Vision, Du hast den Ehrgeiz, Du hast die Energie und Du hast den Willen, etwas in Deinem Leben ändern zu wollen. Das sind alles Dinge, die Raum brauchen, um angewandt werden zu können. Warum sich also selbst hetzen? Es gibt keinen Grund auf dieser Welt, warum Deine Idee nicht funktionieren sollte!

 

Setze dir Tagesziele

Wie bereits erwähnt, meine To-do-Liste liegt derzeit bei vier DIN A4 Seiten, die sich rein um technische Belange, Marketing-Strategien und angehende Projekte dreht. Realistisch gesehen ist es schlichtweg einfach nicht möglich, alle diese Dinge gleichzeitig und komplett auszuführen, schon gar nicht an einem Tag. Ich versuche täglich von allem ein bisschen zu machen, um überall etwas voranzukommen, vor allem was größere Dinge wie SEO, mein Buch oder andere Dinge betrifft, die einen größeren Aufwand zur Fertigstellung mit sich bringen. Hier setze ich mir meist Tagesziele, wie mindestens 2000 Wörter für mein Buch oder eine Stunde effektive Arbeit in SEO. „Kleinere Aufgaben“, wie einen neuen Beitrag schreiben, Bilder bearbeiten oder die Social Media Planung für die kommende Woche, ziehe ich meist am Stück durch, sodass ich diese Aufgaben auch als komplett abhaken kann.

 

Ich muss eingestehen, es hat positive aber auch negative Eigenschaften. Zum einen kommst Du überall immer ein kleines Stück voran, andererseits musst Du Dich immer wieder in die neue Aufgabe eindenken und wirst nirgendwo so richtig fertig. Wenn Du also eher der Typ bist, der Dinge komplett zu Ende bringen möchte, bevor er etwas anderes anfängt, ist es vollkommen OK, wenn Du Dir lediglich eine große Aufgabe für den Tag vornimmst und sie dann auch komplett in der Umsetzung durchziehst. Lieber eine, als keine.

 

Gib Deinen Aufgaben einen klaren Wert

Gerade bei großen To-Do´s, die in der Gesamtumsetzung mehr als einen Tag brauchen würden, ist es sinnvoll, wenn Du sie noch etwas herunterbrichst, sodass Du nicht ständig das gesamte Ausmaß vor Augen hast. Ein kleines Beispiel: Du schreibst ein Buch. Wenn nun auf Deiner To-do-Liste steht „Buch weiter schreiben“, ist das keine klar definierte Aufgabe, die Du abhaken kannst, da in diesem Punkt sehr viel Spielraum enthalten ist und Du eher unwahrscheinlich das Buch an einem Tag komplett fertigbekommst.

 

Also, was heißt denn weiterschreiben? Bedeutet das ein Satz? Bedeutet das drei Seiten oder bedeutet das zwei Kapitel? Breche die Aufgabe so weit herunter, dass sie einen klaren Wert hat. Setze Dir ein klares Ziel, wie „2000 Wörter schreiben“ oder „Kapitel drei komplett“ oder „Coverfür Buch fertigstellen“. Du wirst sehen es wird einfacher den Haken dahinter zu setzen und Du bekommst wirklich das Gefühl, etwas geleistet zu haben.

 

Vergleiche Dich nicht mit anderen

Auch wenn ich das wohl schon Gefühlte 500 000-mal gesagt habe – es ist wirklich so etwas von wurscht, was die anderen neben Dir machen! Mach nicht den Fehler und vergleiche Dich mit anderen aus Deiner Nische. Nutze sie als Inspiration aber fühle Dich niemals dazu verpflichtet, in irgendeiner Weise nachziehen zu müssen, weil sie vielleicht gerade einem Trend folgen, den Du noch nicht auf dem Schirm hast.

 

Selbstverwirklichung hat was mit „selbst verwirklichen“ zu tun und das würdest Du ja nicht tun, wenn Du jeden Schmarrn nachmachst, den die anderen fabrizieren, oder? Also, wenn jeder einen Onlinekurs auf den Markt bringt und Du das noch nicht mal angedacht hast, weil es nicht zu Deinem Projekt passt, ist das vollkommen OK, ehrlich. Wenn sich alle auf Snapchat anmelden und mittlerweile acht verschiedene Social Media Kanäle bedienen, Du aber lediglich bei Facebook und Instagram Deine Leser auf dem Laufenden hältst, ist das auch vollkommen OK. Ich kenne eine Bloggerin, die verzichtet sogar komplett, also so wirklich komplett, auf Social Media und hat ihre Leser so „erzogen“, dass es sieeben nur über den Newsletter und ihre Webseite zu bestaunen gibt. Und ihre Bude rennt wie blöd.

 

Klar ist Leserbindung wichtig, aber hier geht es immer noch in erster Linie um Dich und um die Dinge, die Dein Herz bereichern. Wenn ich immer höre, dass man das tun soll, was die Leser wollen, stellen sich bei mir immer etwas nie Nackenhaare. Meiner Meinung kann nichts Authentisches dabei herauskommen, wenn ich bei meinem Herzensprojekt schon wieder nur nach der Pfeife anderer tanzen muss. Dann hätte ich gleich in meinem alten Job bleiben können … Finde also den perfekten Mix.

 

Führe zwei To-Do Listen

Das hört sich schlimmer an, als es ist. Diese Art der Arbeitsbewältigung wird Dir wirklich helfen um voranzukommen.

Führe eine allgemeine To-do-Liste, die so komplett alles auflistet, was noch ansteht. Alles was Webseite, Marketing, Design, Themenideen und was auch immer betrifft, kommt hier drauf. Du kannst die Dinge ja noch kategorisieren, wenn es Dir so einfacher fällt, den Überblick zu behalten. Aber so hast Du alles, was noch erledigt werden muss auf einem Blatt und nicht auf zwanzig verschiedenen, die Dir vielleicht irgendwo mal untergehen.

 

Aus der nächsten To-do-Liste machst Du ein tägliches Hausaufgabenblatt – wie früher in der Schule. Das heißt, Du schreibst Dir von Deiner großen Liste maximal fünf Dinge heraus, die Du an diesem einen Tag erledigt haben möchtest. Bei dieser ist es wirklich wichtig, dass sieüberschaubar bleibt und nur maximal fünf Dinge beinhaltet, die auch zeitlich umsetzbar sind. Wenn Du an diesem Tag vielleicht noch arbeiten musst oder andere Termine hast, dann nehme Dir vielleicht auch nur zwei vor, die Du aber dann auch konsequent verfolgst.

 

Führe ebenso eine Done-Liste

Ich glaube, wir sind uns einig, wenn ich sage, dass kleine Erfolgserlebnisse wichtig für das Ego sind, oder? Bei den Tausenden Fragen, Tausenden Aufgaben und Tausenden Dingen, die Dich tagtäglich beschäftigen, ist es enorm wichtig auch mal etwas herunterzufahren und sich dessen bewusst zu werden, was man schon erreicht hat. Viele vergessen im alltäglichen Wahnsinn auf das zurückzublicken, was man im Leben schon erreicht hat. Und selbst wenn es nur kleine Dinge sind, sie füttern das Ego mit Endorphinen und geben einem das Gefühl, dass man es zu etwas gebracht hat.

 

Deshalb empfehle ich Dir auch eine Done-Liste zu führen, wo alle Dinge hingehören, die Du schon erreicht hast. Das können einzelne abgeschlossene Kampagnen mit Kooperationspartnern sein, ein monatlicher Auszug über Deine Einnahmen oder ein wöchentlicher Überblick über Deine gestiegenen Followerzahlen. Eben alles, was Dich auf Wolke sieben bringt. Wie diese Liste aussieht, ist ganz Dir überlassen. Es kann auch eine Pinnwand sein, wo Du Dinge hinheftest, die Dich an diese Momente erinnern.

 

Wie überall gibt es natürlich nie ein Patentrezept für alles. Auch hier nicht. Du musst den besten Weg für Dich finden, der Dich vorankommen lässt, ohne Dich zu blockieren. Das Wichtigste ist nur eines: Just don´t Stop. Denn Du kommst voran, auch wenn Du langsam machst.

 

Wie gehst Du mit deiner To-do-Liste um? Hast Du für Dich eine Möglichkeit gefunden, Herr über Dein geordnetes Chaos zu werden? 

 

 

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Gründerin/ Bloggerin / Autorin bei Mrs Globalicious
Doris ist die Autorin und Seele des Mrs Globalicious Online-Magazins. Als Journalistin und Autorin schreibt über ihre Lebenserfahrungen und erlangte Sichtweisen, die sie in verschiedenen Ländern und Lebenssituationen gewonnen hat. Mit ihrem ausgeprägten USA-Faible liebt sie es zu reisen - auch an Orte die nichts mit Burgern und Superbowl zu tun haben. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund wenn es darauf ankommt und beschäftigt sich leidenschaftlich gerne mit den Facetten des Lebens und Problemchen, für die es (nicht immer) eine Lösung gibt.
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8 Gedanken zu „Bin ich zu lahmarschig?

  1. Der Beitrag spricht mir aus der Seele. Ich bin gerade am Anfang meines Blogs und meine Listen werden immer länger und irgendwie nicht kürzer. Denn ein Punkt abgehakt habe ich schon drei neue stehen. Aber der Beitrag gibt mir Mut schön langsam, einen Schritt nach dem anderen zu machen. Egal wie lange ich brauche. 🙂

  2. Du sprichst mir aus der Seele! Beinahe jeden Tag findet sich doch eine neue, tolle SEO- oder traffic-Strategie, die man unbedingt ausprobieren will und ebenso fallen einem immer wieder neue Ideen ein, wie man die eigene Webseite verbessern könnte doch die Aufgaben die regelmäßigt erledigt werden müssen werden dabei nicht weniger. Ich glaube wie man da ran geht ist ziemliche Typ Sache – ich versuche große Aufgaben zum Beispiel erst einmal fertig zu machen bevor ich etwas neues Anfange, denn gemacht ist gemacht. Ich könnte mir aber auch nicht vornehmen mindestens 2000 Wörter für ein Buch oder ähnliches zu schreiben. Dafür muss ich einfach die Inspiration haben. In dieser Hinsicht habe ich auch schon die gezielte Prokrastination für mich kultiviert. Deine Tipps sind auf jeden Fall sehr hilfreich und ich bin sicher sie werden so mancher überforderten Superheldin dabei helfen die Aufgabenflut zu bewältigen. 🙂

    Alles Liebe
    Tina

    1. na, das hoffe ich doch. 🙂 Ich arbeite heute noch an meinem „perfekten“ System. Wobei ich denke, dass es das wohl nie geben wird. Aber wie heisst es bekanntlich: wer aufgibt, hat schon verloren…

      Liebe Grüsse!

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