„Ich habe Menschen die Angst genommen und ihnen ein Stück Lebensqualität zurückgegeben“ – Truthteller Katrin von Blue Bello – Mrs Globalicious

„Ich habe Menschen die Angst genommen und ihnen ein Stück Lebensqualität zurückgegeben“ – Truthteller Katrin von Blue Bello

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Bei vielen Frauen kennt die Kreativität keine Grenzen, besonders wenn es um Dinge geht, die ihnen am Herzen liegen. Sie tüfteln, sie machen große Sprünge als Visionäre und sie träumen vom großen Ganzen. Diese Frauen haben gelernt, die entscheidenden Schritte zu gehen, manchmal grosse und manchmal kleine. Und das Tolle daran ist, dass die Zeiten der Eigensinnigkeiten vorbei sind. Heute sind sie bereit zu teilen und mit ihren Erfahrungen eine motivierende und inspirierende Stellung für andere einzunehmen.

 

Katrin von Blue Bello gehört nicht nur zur Generation der Selbstverwirklicher, sondern auch zu den Menschen, die ihr Herz am rechten Fleck tragen. Ihr Engagement für ältere Menschen und auch für deren tierische Begleiter, hat mich als Hundemama total begeistert und ich freue mich, dass sie sich als Truthteller zeigt.

 

Mit Blue Bello hat sich Katrin zur Aufgabe gemacht, älteren Menschen einen "betreuten" Hund an die Seite zu geben, um sie wieder aktiv am Leben teilhaben lassen, ihnen eine Aufgabe zu geben und sie auch ein Stück vor der Vereinsamung zu bewahren. Aktiv bleiben, spazieren gehen, andere Leute treffen, Kontakte knüpfen, usw. Jeder, der jemals selbst einen Hund oder einen anderen tierischen Freund gehabt hat, wird wissen, wovon sie spricht.

 

Willkommen Katrin ....

 

Die Geschichten ähneln sich alle. Das Telefon klingelt und ich gehe dran. Am anderen Ende der Leitung ist ein ältere Stimme zu hören. Etwas weinerlich nennt sie mir ihren Namen und fängt an zu reden. Ohne Punkt und Komma. Endlich ist jemand da, der zuhört, der auch versteht was man fühlt. Welchen Verlust man erlitten hat und dass man jetzt doch ganz allein ist. Die Tage seien so trostlos und man geht doch gar nicht mehr nach draussen. Die alten Bekanntschaften brechen auch weg und man sitzt irgendwie nur noch vor dem Fernseher.

 

Was ist hier passiert, werdet Ihr Euch  fragen? Ich weiss es ganz genau und ich kann diesen Schmerz so gut nachvollziehen! Diese Menschen hatten jahrelang einen treuen Begleiter an ihrer Seite. Einen, der ihnen immer zugehört hat, der immer da war und sich so gefreut hat, wenn man von einem kurzen Einkauf oder Arztbesuch wieder nach Hause gekommen ist. Ein echter Freund eben. Und jetzt? Jetzt mussten sie ihn gehen lassen. Er war alt oder krank und sie haben ihn erlöst, damit er nicht leiden muss.

 

Jetzt leiden sie!

 

Sie sind alt, aber in der Regel noch sehr fit. Die eigenen Kinder wohnen weit weg oder sie haben gar keine. Jetzt kommen die viele Fragezeichen in den Kopf. Ein neuer Hund? Woher? Ein Welpe? Geht gar nicht. Noch mal die Erziehung? Ach, hätte doch mein Hund noch etwas länger gelebt. Was passiert bloss mit dem kleinen Kerlchen, wenn ich gar sterbe oder ins Krankenhaus muss? Wer kümmert sich dann? Ja, wer kümmert sich??

 

Vor circa drei Jahren stand ich am Scheideweg meines Lebens. Ich hatte zum ersten Mal die Möglichkeit, darüber nachzudenken, was ICH aus meinem Leben machen wollte. Was macht mir Spass? Was ist meine Leidenschaft und gibt es damit vielleicht eine Gelegenheit meinen Lebensunterhalt zu verdienen? Ich habe viel nachgedacht und mein Umfeld genau betrachtet. Reingehört in mich und in die Gesellschaft. Die Augen und Ohren offengehalten. Und irgendwann, irgendwann sind aus vielen kleinen Puzzleteilen ein grosses Bild entstanden.

 

Ältere Menschen haben in unserer Gesellschaft nur eine geringe Lobby. Ihre Wünsche und Träume, ihre Sehnsüchte und Bedürfnisse gehen oft unter in dem großen Topf der Menschheit.

 

Ich wollte diese Bedürfnisse befriedigen und ältere Menschen einfach glücklich machen und ihrem Leben wieder einen Sinn geben. Nicht zuletzt spielte der Gesundheitsfaktor dabei eine grosse Rolle.

 

Ich wollte das Thema "Was passiert mit dem Hund, wenn mir etwa passiert?" oder auch "Wer nimmt den Hund, wenn ich einmal länger ins Krankenhaus muss?" einfach abdecken und überlegte mir daher ein Konzept, welches dieses konnte. Ich führte viele Gespräche. Mit Tierärzten, die immer wieder ältere Menschen in ihren Praxen haben, deren Hund eingeschläfert werden muss und die sagen, dass es ja jetzt ihr letzter Hund war. Mit Leuten, wie du und ich, und hörte mir deren Bedenken an. Mit verschiedenen Veterinärämtern, Tierschutzbunden, Tierheimen, Rechtsanwälten etc. und langsam wurde das Bild klarer. Ich musste einen Hund "zur Verfügung" stellen, auf Zeit. Nur so bleiben die Hunde in meiner Verantwortung.

 

Jetzt kommt aber nicht der Teil - gesagt, getan. Nein. Wie sollte ich dieses völlig neue Konzept in Deutschland einführen? Einführen, dass es auch die Menschen erreicht, die es benötigen? Ich machte meine eigene Pressearbeit, arbeitete mit einer Werbeagentur in Bezug auf meine Internetseite zusammen und musste alles selbst von der Pike auf lernen. Das Ergebnis: TV-Produktionsfirmen gaben sich die Klinge in die Hand und drehten Berichte darüber. Die dpa (Deutsche Presse Agentur) stellte den Zeitungen einen Artikel darüber zur Verfügung. Daraufhin erschienen Zeitungsberichte vom Hamburger Abendblatt quer durch Deutschland, bis auf die Titelseite der Süddeutschen Zeitung.

 

Der Anfang war gemacht und jetzt lag es an mir, dieses fortzuführen. Ich muss aber auch sagen, dass ich ohne die Mithilfe von Frau Dr. Menges, einer Tierärztin aus Bremen, das Ganze wohl nicht überlebt hätte. Durch Recherchen im Vorfeld war ich auf ihr Buch "Jung bleiben mit Hund" gestossen. Ihre Gedanken habe ich praktisch fortgeführt. Sie steht mir immer zur Seite und ich bin sehr dankbar für diese Freundschaft. Auch Familie und Freunde waren immer für mich da und Rückhalt ist unwahrscheinlich wichtig, wenn man etwas erreichen will.

 

Ende gut - alles Gut. Heute, nach drei Jahren, schaue ich zurück. Habe inzwischen eine Vielzahl von Kunden in ganz Deutschland. Von Stralsund bis München. Von Dortmund bis Berlin. Ich schaue mir jeden Interessenten persönlich einmal vor Ort an. Erst dann entscheide ich, ob jemand einen Hund von mir bekommt und welcher Hund passt. Es ist viel Idealismus dabei, aber gerade das macht es auch aus. Das macht mich eben aus! Ich mache nichts, wobei ich Bauchschmerzen habe und ein schlechtes Gefühl und schon gar nicht für Geld! "Meine" Hunde leben bei ihren Menschen und werden diese begleiten, solange sie leben oder eben der Mensch lebt.

 

Ich habe den Menschen die Angst genommen und ihnen ein Stück Lebensqualität zurückgegeben

 

Übrigens kommen alle Hunde aus Familien oder sind Scheidungskinder oder oder. Sie kommen alle aus Deutschland und sind alle über mich OP- und Haftpflichtversichert. "Meine" Hunde sind mir wichtig!

 

Dieses Konzept ist lediglich für ältere Menschen gedacht und nicht für Leute, die vielleicht mal testen wollen, ob ein Hund etwas tolles wäre. Da gibt es sicherlich andere Möglichkeiten z.B. die Zusammenarbeit mit einem Tierheim.

 

Ich habe mir mit diesem Konzept einen Traum erfüllt. Die Leidenschaft zum Beruf gemacht und dabei die Welt ein kleines Stück besser gemacht. Die Welt der älteren Menschen, die der Hunde, die endlich jemanden haben, der sich kümmert und meine eigene Welt, wenn ich das Leuchten in den Augen dieser Menschen sehe.

 

In diesem Sinne, hoffe ich, das auch ich im Alter die Möglichkeit habe, einen treuen Begleiter an meiner Seite zu haben.

 

Ich kann nur betonen, das man nie zu alt ist, um seine Träume zu verwirklichen. Man muss nur den ersten Schritt tun und vielleicht auch etwas mutig sein. Und, ganz wichtig, man braucht auch Menschen, die daran mitziehen, die daran glauben oder die einen unterstützen.

 

In diesem Sinne, macht was aus Eurem Leben! Nur Du kannst was bewegen!

Über Katrin Krösemeier:

Katrin Krösemeier von Blue Bello – Mrs Globalicious

Katrin Rösemeier ist 48 Jahre jung und hat mit ihrem Betreuungsangebot Blue Bello ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht. Sie ist viel in der Natur, aber auch mit ihrem Wohnmobil unterwegs und erkundet Land und Leute. Das alles natürlich mit ihrem Hunderudel. "Die Welt etwas schöner machen" - das ist ihr Lebensmotto. 

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Gründerin/ Bloggerin / Autorin bei Mrs Globalicious
Doris ist die Autorin und Seele des Mrs Globalicious Online-Magazins. Als Journalistin und Autorin schreibt über ihre Lebenserfahrungen und erlangte Sichtweisen, die sie in verschiedenen Ländern und Lebenssituationen gewonnen hat. Mit ihrem ausgeprägten USA-Faible liebt sie es zu reisen - auch an Orte die nichts mit Burgern und Superbowl zu tun haben. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund wenn es darauf ankommt und beschäftigt sich leidenschaftlich gerne mit den Facetten des Lebens und Problemchen, für die es (nicht immer) eine Lösung gibt.
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