Go for it! – Wie ein Ami mir den nötigen Arschtritt verpasste – Mrs Globalicious

Go for it! – Wie mir ein Ami den nötigen Arschtritt verpasste

Veröffentlicht am Veröffentlicht in Blog, How she did it, USA
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Livin`on the sunny side of Life … genau so habe ich mir mein Leben bisher vorgestellt.

Hätte ich gewusst, was diese zwei Wochen am Golf von Mexiko mit mir und meiner Lebenseinstellung anstellen werden, wäre ich wohl mit vielen Tausend Schmetterlingen ins Flugzeug gestiegen.

 

Eines Abends in einer Strandbar in Englewood …

Mein Freund und ich kamen mit einem Local ins Gespräch. Nach einem Tag am Strand von Manasota Key hatten wir beschlossen, dass wir uns zum Abendessen in eine Bar in der Nähe des Strandes setzten.

 

Kim, ein Einheimischer aus Port Charlotte, setze sich kurz darauf ungeniert zu uns und fing locker-flockig ein Gespräch mit uns an. Da ihm wohl unser Akzent auffiel, fragte er, woher wir kommen und was der Beweggrund für unseren Aufenthalt war. Es war keines dieser oberflächlichen Gespräche, bei denen man sich belästigt fühlte und einen schnellstmöglichen Ausweg suchte. Es war unumstritten ein tolles Gefühl, dass wir als Ausländer so herzlich aufgenommen wurden und dass man Interesse für uns zeigte.

 

Wir unterhielten uns eine ganze Weile. Er erzählte uns vieles über die Region in und um Port Charlotte, berichtete begeistert über seine Leidenschaft zum Fischen, zeige uns Videos auf seinem Smartphone und erzählte uns von seiner Familie, seinen Kindern und seinem Job. Es war eine dieser Unterhaltungen, die ich mir in Deutschland, der Schweiz oder irgendwo in unserer heimischen Umgebung nie vorstellen konnte, aber irgendwo immer gewünscht hatte. Es war schon fast freundschaftlich. Es war gastfreundlich und es war wirklich bereichernd. Und es war fernab jeglichen Klischees, dass man Amerikanern hinterhersagte.

 

Man mag ja von der Oberflächlichkeit der Amis halten was man möchte …

… aber ich empfinde sie als äußerst angenehm. Ich empfinde sie auch überhaupt nicht als oberflächlich. Keine störrischen Blicke, wenn Dir jemand über den Weg läuft oder Du versehentlich die Rolltreppe blockierst. Keine genervten Kommentare, wenn Du mal länger an der Kasse im Supermarkt warten musst. Und schon gar keine Spur von Desinteresse und Abneigung, wenn Dir eine fremdsprachige Person gegenübersitzt. Im Gegenteil. Man wird herzlich begrüßt, aufgenommen und für wahr genommen. Man interessiert sich für Dich, Deine Geschichte und nimmt Dich viel schneller in die vertrauten Kreise auf. Man lädt Dich zum BBQ ein und lässt es zu, dass Du Freunde und Familie kennenlernst. Man bietet Dir Hilfe an. Alles Dinge, an denen sich manche  Kulturen und Menschen ein Stück abschneiden können.

 

Kim war alles andere als oberflächlich. An diesem Abend hatten wir eine tolle Erfahrung gemacht. Mal wieder. Kim war nicht der erste Amerikaner, der uns spüren ließ, dass wir willkommen waren. Zeit für mich, ihm eine Frage zu stellen, die mir schon seit langer Zeit auf der Seele brannte. Ich fragte ihn, ob es seiner Meinung nach den amerikanischen Traum noch gibt. Vom Tellerwäscher zum Millionär – totaler Bullshit und längst veraltet oder noch immer möglich? Er sagte: „Of course! All you have to do, is to believe in yourself and your skills and work your fu***ing Ass off!“. Go for it! 

 

Er erzählte von Freunden und Bekannten, die heute als Millionäre leben und es genau so geschafft hatten. Eine Geschichte war noch inspirierender als die andere. Er sagte uns, dass das Risiko des Scheiterns natürlich immer besteht, aber ebenso könne man auch richtig weit nach oben kommen, wenn man bereit dazu ist, wieder aufzustehen und sich das Krönchen zu richten. Er sagte, der amerikanische Traum sei keine Illusion oder ein Mythos. Es gibt ihn, man müsse ihn nur glasklar fokussieren und hart für ihn arbeiten. Es gäbe Tausende Beispiele, die einem das belegen.

 

Die USA – das Land der unbegrenzten Möglichkeiten – und das Land der immerwährenden Hoffnung. Ich muss sagen, das imponierte uns.

 

Dieses Gespräch war eines dieser, das mir im Kopf blieb. Bis heute. Es war eines dieser Erlebnisse, das mir bestätigte, dass ich mit meinem Gedankengang und meinen Zukunftsplänen richtig liege und das die USA womöglich der richtige Ort dafür sei. Hier müssen meine Träume nicht unerhört bleiben. Der Abend mit Kim motiviert mich weiterhin meinem Traum zu folgen, den ich mir schon seit Langem gesetzt hatte. Auszuwandern. In ein Land, wo ich noch träumen darf und wo Träume keine Träume bleiben müssen.

 

Träume zu haben ist wichtig. Sehr wichtig.

Umso wichtiger ist es aber, Leute um sich zu haben, die einen darin bestärken, sie zu verfolgen. Genauso wie es wichtig ist, selbst den Mut zu finden den ersten, zweiten, dritten und den vierten Schritt zu wagen. Egal wie sie aussehen, welche Größenordnung sie haben oder auf welchem Kontinent sie in Erfüllung gehen. Das Einzige, was Dich und Dein Herz darin bestärken kann, sie umzusetzen, ist ein blühendes Herz, eine große Portion Mut und vielleicht ein gewisses Risiko, dass Du bereit bist, einzugehen.

 

Anstatt Dich zu fragen „Aber was ist, wenn ich es nicht schaffe oder versage?“ solltest Du Dich lieber fragen „Wie geil wäre es, wenn das wirklich funktioniert?“ . 

 

Positives denken öffnet Dir Türen. Mehr Türen, als Du dir je vorstellen kannst!

 

Hattest Du auch schon mal einen dieser Momente, wie wir in der Standbar? Hattest Du schon mal einen Moment oder eine Person, die Dich (vielleicht auch unbewusst) genau dort getroffen hat, wo Deine Sehnsüchte und Deine Träume begraben liegen? 

 

 

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Gründerin/ Bloggerin / Autorin bei Mrs Globalicious
Doris ist die Autorin und Seele des Mrs Globalicious Online-Magazins. Als Journalistin und Autorin schreibt über ihre Lebenserfahrungen und erlangte Sichtweisen, die sie in verschiedenen Ländern und Lebenssituationen gewonnen hat. Mit ihrem ausgeprägten USA-Faible liebt sie es zu reisen - auch an Orte die nichts mit Burgern und Superbowl zu tun haben. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund wenn es darauf ankommt und beschäftigt sich leidenschaftlich gerne mit den Facetten des Lebens und Problemchen, für die es (nicht immer) eine Lösung gibt.
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Ein Gedanke zu „Go for it! – Wie mir ein Ami den nötigen Arschtritt verpasste

  1. Hallo,
    beim lesen Deines Artikels musste ich schmunzeln: vieles habe ich auch drüben schon selber erlebt und dieses „Way of Life“ genossen. Mir ist es egal, ob jemand den ich gerade kennengelernt habe, oberflächlich ist. Aber es ist mir nicht egal, wie hier in DE, angepflaumt, oder mit blöden Kommentaren versehen werde. Auch Augenrollen einer Kellnerin /Verkäuferin ist absolut unpassend. Und wenn ich in den USA von einer Kellnerin und Verkäuferin freundlich hofiert werde, dann fühle ich mich gewertschätzt. Umso schlimmer empfinde ich das dann wieder hier in DE.

    Zu Deiner Situation:

    Ja, mir ist genau so etwas passiert. Ich verkaufe im Direktvertrieb für eine amerikanisch Firma Bastelmaterial, auch hier kann man sich gewisse Dinge erarbeiten. Nie im Leben wäre ich 2011 auf die Idee gekommen, z. B. die Prämienreise mir zu erarbeiten. Nie im Leben. Eine Kollegin von mir, mit der ich mich länger unterhalten habe, meinte nur: „Du kannst ALLES erreichen, wenn Du es nur genügend willst! Und Dein Traum ist nicht sooo unereichbar, wie Du vielleicht denken magst!“

    Als dann am nächsten Tag das nächste Ziel genannt wurde (Salt Lake City / Utah / USA), war mir klar: DAS erreiche ich.. koste es was es wolle, da ich bis dato noch nie in den USA und das ein absoluter Traum von mir war!!! Was soll ich sagen?? 2013 war der große Tag und ich bin nach SLC geflogen.

    Seitdem habe ich einige Träume verwirklicht, die ich vielleicht nie ohne dieses Gespräch in Angriff genommen hätte.

    Mein Motto: “ Liebe Dein Leben, dann liebt Dein Leben auch Dich!“

    LG Tanja

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