Warum nimmt mich niemand ernst? – Mrs Globalicious

Wie du es schaffst, dass dich die Leute ernst nehmen

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Okay, nehmen wir mal an, Du hast Dein Business in den Startlöchern, bist ready und startsicher für den blühenden Aufgang. Du tust alles, um Deine Idee an den Mann zu bringen, netzwerkst, bist präsent, offline und online, schreibst Dir die Finger wund und schlägst Dir die Nächte um die Ohren.

 

Doch so wirklich Früchte scheint das alles nicht zu tragen. Deine Besucherzahlen auf der Webseite sind noch immer im Keller, Deine Follower wollen sich auch nicht so wirklich mit einem Like auf Deiner Seite verewigen und Du hast generell das Gefühl, total ignoriert zu werden. Du fragst Dich schon seit geraumer Zeit, woran das liegen könnte, aber Du findest einfach keine Lösung.

 

Wenn Du in Deinem privaten Umfeld von Deiner Idee und Deinem tollen Projekt erzählst, hast Du das Gefühl, dass Dich irgendwie keiner so wirklich ernst nehmen will und dass man Deine Erzählungen und Mitteilungen nur freundlich abnickt. Was ist denn nur los? Was machst Du falsch, das Du scheinbar unsichtbar für Dein Publikum bist? Warum bekommst Du nur ein müdes Lächeln anstatt tosenden Applaus?

 

In meinem heutigen Bericht gebe ich Dir ein paar Anhaltspunkte, die Dir womöglich auf die Sprünge helfen können.

 

Du bist einfach nicht authentisch

Es spielt wirklich überhaupt keine Rolle, in welchem Genre Du unterwegs bist. Wenn Du Leute erreichen und persönlich ansprechen willst, dann musst Du einfach authentisch sein. Es bringt überhaupt nichts, sich zu verstellen oder Deinem Publikum eine Person vorzugaukeln, die Du einfach nicht bist. Für manche Bereiche, wie zum Beispiel im Bereich Life-Coaching oder alles wo es um das Wohlbefinden von Menschen geht, ist es sogar unabdingbar, authentisch zu sein und die eigene Persönlichkeit zu Deiner Marke zu machen.

 

Denn wie ich es schon oft gesagt habe, die Leute konsumieren erst Dich in Person, bevor sie Deinen Blog oder Dein Produkt kaufen. Mögen sieDich nicht oder bist Du ihnen unsympathisch, dann sind sie ohnehin weg. Motivation und Kunden- oder Leserbindung kommt von Inspiration. Und wie kannst Du sonst am besten Leute inspirieren, als wenn Du selbst eine inspirierende Person darstellst, die für ihre Entscheidungen, ihrenMut oder ihr Gedankengut bewundert wird.

 

Du stehst selbst nicht hinter deiner Vision

Es gibt Leute, die sind unsicher, es gibt Leute, die sind schüchtern und es gibt gaaaanz viele Leute, die enorme Selbstzweifel an sich und ihrenFähigkeiten haben. Wenn Du also eine von diesen Frauen bist, die sich in ihrem Kopf zwar alles schön zusammengereimt und ausgemalt hat, es sich aber einfach nicht zutraut, es an den Mann oder die Frau zu bringen, kann es sehr wohl daran liegen, dass Du womöglich selbst nicht komplett von Deiner Idee überzeugt bist. In diesem Fall führe ich mich mal wieder gerne als bestes Beispiel an. In einem meiner letzten Berichte erzählte ich Dir davon, wie unsicher ich früher war und dass ich mich nicht getraut habe, von meinem Blog und meiner Onlinepräsenz zu erzählen.

 

Mir war es regelrecht peinlich und ich hatte Angst davor, was meine Freunde, Familie und sogar entfernte Bekannte von mir denken würden, wenn ich ihnen meine verdeckte Seite als Bloggerin offenbaren würde. Ich ging sogar so weit, dass ich sämtliche, mir mögliche Sicherheitsvorkehrungen traf, dass mich ja niemand als Bloggerin im Internet finden konnte. Long Story short, ich stand einfach nicht hinter mir und meinen Ideen. Ich war selbst nicht zu 100 Prozent davon überzeugt, dass das was ich da vorhatte, wirklich rocken würde. Wie also sollte ich andere Leute von meiner Idee überzeugen, wenn ich selbst schon daran zweifelte und mich dafür schämte? Selbstüberzeugung – und ich rede hier nicht von Arroganz – ist übermäßig wichtig, wenn Du bei anderen mit Deinem Business punkten willst.

 

Du bist unsicher in Deiner Kommunikation

Stell Dir vor, Du bist eine erfolgreiche Unternehmerin, Lektorin, leitest meinetwegen einen Verlag und bist für die Neueinsendungen von Skripten zuständig. Du wirst jeden Tag überhäuft und fast schon zugemüllt mit neuen Skripts von unbekannten Newcomer-Autoren. Eines Tages bekommst Du eine E-Mail von einer Autorin und ließt folgende Zeilen:

 

„…

Sehr geehrte Frau XYZ, 

ich bin begeisterte Schriftstellerin und habe in den vergangenen Monaten an meinem ersten Buch gearbeitet, welches ich Ihnen hiermit gerne zur Ansicht zusende. Ich habe viel Leidenschaft in dieses Projekt hineingesteckt und würde mich sehr freuen, wenn sie die eventuell die Zeit finden würden, sich mein Skript einmal durchzulesen. 

Mir ist bewusst, dass sie als kompetente Lektorin sicherlich viel zu tun haben, weshalb ich Sie selbstverständlich nicht hetzen möchte. Wenn sie also erst in ein paar Wochen die Zeit finden, sich meinem Werk zu widmen, ist das vollkommen in Ordnung für mich. Falls mein Buch für eine Veröffentlichung für Sie nicht infrage kommen sollte, würde ich mich trotzdem über ein Feedback und ihre ehrliche Meinung freuen – aber natürlich nur, wenn es Ihre Zeit erlaubt.

Mit freundlichen Grüssen, 

XYZ

…“

 

So, fällt Dir in meinem Schreiben etwas auf? Ja? Nein? Ok, lass es mich Dir erklären. Mein Beispiel war sicherlich etwas überspitzt, aber ich wollte Dir Folgendes deutlich machen: Wenn Du Dich immer wieder für Dich und Deine Existenz entschuldigst und immer das Gefühl vermittelst, dass Du niemanden stören möchtest und dass es ja generell ein Versehen war, dass Du auf diesem Planeten gelandet bist, dann wird Dich niemand für voll nehmen. Denn genau das möchtest Du doch eigentlich, oder nicht?

 

Du möchtest sehr wohl, dass diese tolle und kompetente Person nun alles stehen und liegen lässt und sicher verdammt noch mal Zeit für Deine Anfrage nimmt und Dein tolles Werk anschaut. Hast Du nicht in den vergangenen Monaten viel Zeit, Arbeit und schlaflose Nächte in Dein Herzensprojekt investiert? Hast Du es denn dann nicht auch verdient, dass sich jemand auch die Zeit nimmt und sich Deinem Projekt widmet? Richtig! Das hast Du! Sei also sicher, selbstbewusst, aber nicht egozentrisch, in Deinem Auftreten. Stehe für Dich selbst und für Dein Projekt ein und hake wenn nötig nochmals nach, freundlich und bestimmt. Dazu gleich aber mehr.

 

Du lässt dich zu schnell aus der Fassung bringen

Wo Kreativität ist, ist auch immer Kritik zu finden. Du wirst niemals jeden glücklich machen können, dessen bist Du Dir aber sicherlich auch bewusst. Der Punkt ist nur folgender: Wenn Du Kritik bekommst, dann musst Du lernen, sie auch richtig einzuschätzen und für Dich in Deinem Kopfsystem richtig einzuordnen. Beispiel: Du bist auf einer Bloggerkonferenz und triffst Dich mit sechs anderen Bloggern zum Mittagessen in der Konferenzpause. Manche kennen sich womöglich, die meisten treffen sich aber heute zum ersten Mal.

 

Nun ist in der ersten halben Stunde erst mal eine grobe Kennenlernrunde angesagt. Jeder stellt sich kurz vor, jeder quatscht kurz über seinen privaten Stand und erzählt über sein Blogbusiness. Als Du an der Reihe bist und von Deinen Plänen erzählst, merkst Du, dass ein oder zwei Teilnehmer beginnen, die Augen zu rollen, als Du von Deiner Nische erzählst, die entweder noch keiner kennt oder die deren Meinung nach so krass übergesättigt ist, dass sie sich nicht vorstellen können, dass da noch etwas Neues geschaffen werden kann. Fragen kommen auf und Du bist natürlich bemüht, sie freundlich und überzeugend zu beantworten.

 

Irgendwann merkst Du, dass diese eine Person, die mit Deiner Vision überhaupt nicht warm wird, Dir überflüssige und unnötige Kommentare entgegen pfeffert oder blöde Fragen stellt (und jetzt nicht kopfschütteln – Missgunst und Neid gibt es sehr wohl auch unter Bloggerkollegen). Irgendwann bist Du so genervt, dass Du in Deinen Antworten immer patziger wirst und Dir einfach wünscht, dass diese besagte Person einfach mal die Fresse hält, wenn sie schon nichts produktives auszusetzen hat.

 

Der Punkt, auf den ich nun hinauswill, ist, dass Du Dich selbst im Griff haben solltest. Immer. Je unprofessioneller und kritikunfähiger Du auftrittst, um so schwieriger wird es für Dich werden, von anderen Leuten ernst genommen zu werden. Das bezieht sich sowohl auf ein Mittagessen mit Bloggerkollegen, auf Gespräche mit Deinen Eltern oder wenn sich jemand aus Deinem Freundes- oder Bekanntenkreis nach Deiner Tätigkeit erkundet und schwachsinnige Kommentare von sich lässt, weil er Dein Konzept dahinter nicht so ganz checkt. Denke immer daran, die Gedanken in Deinem Kopf sind immer anders geordnet und klingen logischer für Dich, als für die, die außerhalb Deines kreativen Hirnes das erste Mal davon hören.

 

Du bist nicht hartnäckig genug

Wer einmal sät, will später auch ernten, oder? Wie ich Dir beim zweiten Punkt schon erzählt habe, ist es immens wichtig, wie Du nach außen, besonders aber Deinen Kunden oder angehenden Geschäftspartnern gegenüber, auftrittst. Wenn Du also in Deinem Leben etwas erreichen möchtest, musst Du lernen, hartnäckig zu sein. Denn ich verrate Dir ein kleines Geheimnis: Es wird Dir niemand etwas hinterhertragen!

 

Wenn Du beispielsweise in Kontakt mit einer Firma stehst, nehmen wir wieder den Verlag von vorhin, und Du bekommst auf Ewigkeiten keine Rückmeldung auf Deine Anfrage, dann bleibe dran und lass Dich nicht so schnell abwimmeln. Biete Varianten der Kommunikation an, wenn es sein muss. Schlage kurze telefonische Termine vor, an denen Du Dich gerne nochmals meldest um das weitere Vorgehen oder ein Feedback zu besprechen.

 

Wenn Du willst, dass Dein Traum in die Realität übergeht, bleibe hartnäckig und diszipliniert, besonders Dir selbst gegenüber.  Pushe Dich selbst zu Höchstleistungen. Businessfrauen haben es heutzutage zwar immer leichter ihre Visionen in die Tat umzusetzen, ihnen wird aber deshalb nichts geschenkt. Im Gegenteil. Sie müssen meist härter für ihr Ansehen und ihre Anerkennung kämpfen wie Männer. Harte Arbeit, Ausdauer, Disziplin und ein großes Stück Selbstvertrauen gehören einfach dazu, wenn es für immer sein soll. Dann nimmt Dich auch Dein Gegenüber ganz anders und als viel professioneller wahr.

 

Verwende kein Fachchinesisch

Jeder Vertriebsprofi oder wer auch nur einmal im Verkauf tätig war, wird Dir immer wieder eines sagen: Erkläre Deine Idee und Dein Projekt so, als würdest Du es einem Kind erklären. Kein Firlefanz und komplett ohne Fachchinesisch. Das gilt besonders dann, wenn Du es mit einer breiten Masse an Menschen zu tun hast, und Du in einem Bereich tätig bist, der mit der Persönlichkeit von Menschen zu tun hat. Menschen hassen es, wenn es kompliziert wird und nerdig klingt. Erspare Dir und Deinem Umfeld also unnötiges fachchinesisches Geplänkel und baue lieber auf eine authentische Bindung. Du wirst damit besser fahren, ganz sicher!

 

Hast Du vielleicht noch weitere Fragen zum Thema Selbstverwirklichung oder dem eigenen Business, die ich in den nächsten Beiträgen behandeln soll? Stelle sie mir doch gerne in den Kommentaren oder schreibe mir eine E-Mail an doris@mrsglobalicious.com. Ich freue mich zu erfahren, welche Themen Dich beschäftigen und wo Du geradestehst.

 

 

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Gründerin/ Bloggerin / Autorin bei Mrs Globalicious
Doris ist die Autorin und Seele des Mrs Globalicious Online-Magazins. Als Journalistin und Autorin schreibt über ihre Lebenserfahrungen und erlangte Sichtweisen, die sie in verschiedenen Ländern und Lebenssituationen gewonnen hat. Mit ihrem ausgeprägten USA-Faible liebt sie es zu reisen - auch an Orte die nichts mit Burgern und Superbowl zu tun haben. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund wenn es darauf ankommt und beschäftigt sich leidenschaftlich gerne mit den Facetten des Lebens und Problemchen, für die es (nicht immer) eine Lösung gibt.
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2 Gedanken zu „Wie du es schaffst, dass dich die Leute ernst nehmen

  1. Hi, ich finde es gehört auch eine gewisse „Leckmichamarsch“ Einstellung dazu. Wenn man zu sehr versucht und mit zu hohen Erwartungen an eine Sache ran geht, dann geht einem schnell die Luft aus – ich spreche da aus Erfahrung. Man muss das wie ein Marathon sehen und nicht versuchen im Sprint zu punkten.

    Wenn dich Niemand erst nimmt, dann liegt das hauptsächlich daran weil du dich selbst nicht ernst nimmst. Jeden überzeugen zu wollen funktioniert nicht. Wenn Jemand keinen Draht zu dem hat was du machst, dann braucht man keine Energie darauf verschwenden diese eine Person zu überzeugen.

    Scheiß drauf und mach dein Ding weiter. Ich versuche jeden Tag ein kleines Stückchen weiter zu kommen. Schritt für Schritt. In ein paar Jahren wird aus jeden einzelnem Schritt ein gewaltiges Ganzes. ToDo Listen und Redaktionspläne – sowas brauch ich nicht. Ich weiß heute nicht was ich morgen gut oder schlecht finde. Wenn die Inspiration kommt, dann kommt sie, egal welcher Tag der Woche ist.

    Es ist wichtig auch mal eine Pause einzulegen. 8 Stunden husteln und sich fühlen als wäre nichts erledigt ist kein gesundes Vorgehen. Effektivität ist das Stichwort: Mehr „die richtigen Dinge machen“, anstatt „Dinge richtig zu machen“.
    Darüber habe ich hier einen Artikel geschrieben: http://sabbaticalbackpacking.com/wie-du-mit-effektiver-arbeit-mehr-zeit-und-weniger-stress-hast/

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