Hat Dein Businessname Zukunftspotenzial?

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Im ersten Teil dieses Beitrags habe ich Dir verraten, wie du Dank verschiedener Brainstormtechniken erste Ideen für den perfekten Namen für dein (Blog-) Business findest. Da Du nun an kreativer Seite Deine Hausaufgaben gemacht hast, müssen wir nun auch schauen, ob du auf rechtlicher und technischer Seite auf dem richtigen Pfad bist. Was nämlich natürlich richtig doof wäre, ist, wenn Dein Wunschname schon vergeben und vielleicht sogar rechtlich geschützt ist. Der zweite Fall könnte Dich sogar unter Umständen richtig teuer zu stehen kommen.

 

Also, lass uns mal checken, ob Dein Wunschname auch für die Zukunft gewappnet ist.

 

Schritt 1: Hat der Name Zukunftspotenzial?

Diesen Schritt halten viele für den Moment noch nicht für so relevant, aber Du wärest nicht die Erste, die nach gewisser Zeit richtig Bock darauf hat, alles etwas größer aufzuziehen und in die professionellen Schuhe zu schlüpfen. In diesem Falle wäre es doch schade, wenn Du Deinen Namen mit dem Du „groß geworden“ bist und an den sich Dein Publikum schon gewöhnt hat, abgeben musst, weil er vielleicht doch nicht so zu Deinen Zukunftsambitionen passt.

 

Ich habe schon von einigen Bloggern gelesen, die mit der Zeit ihren Namen bereut haben und nun fürs Rebranding befürchten, dass sie ihr Publikum verlieren würden, wenn sie einen komplett neuen Namen angehen. Denke bei der Vergabe also auch an die Zukunft und jage nicht irgendwelchen Trends, aktuellen Geschehnissen oder momentanen Vorlieben hinterher.

 

Das gilt speziell auch für den Fall, dass Du in ein paar Jahren Dein Portfolio vielleicht ausweiten möchtest. Unter Umständen passen Dein jetziger Name und Deine Zukunftsambitionen nicht mehr zusammen.

 

Schritt 2: Hat der Wunschname eine weitere Erklärung nötig?

Du hast sicherlich schon gesehen, dass einige Unternehmen (und mittlerweile auch Blogger) neben ihrem Namen auch eine aussagekräftige Tagline haben – häufig auch Slogan genannt. Der wird meistens dann aufgefahren, wenn der Businessname an sich nicht sofort das Konzept dahinter verständlich macht. Wenn Du Dich also für einen Namen entscheiden solltest, der ebenso das Problem mit der Schlüssigkeit mit sich bringt, ziehe eine reißerische Tagline in Erwägung.

 

Kleines Beispiel:

Bei Mrs Globalicious ist auf den ersten Blick nicht zu erkennen, worum es sich handelt. Womöglich würde kein Mensch darauf kommen, dass es sich dabei um ein Magazin für Frauen mit Selbstverwirklichungsdrang handelt – es könnte ebenso auch ein Unterwäschelabel für Frauen sein. Deshalb habe ich als Zusatz die Tagline „Sei Dein eigener Masterplan“ gewählt, um etwas mehr zu verdeutlichen, was die Kernaussage des Brandings sein soll.

Schritt 3: Wunschname vs. Design

Corporate Identity – hast Du davon schon mal etwas gehört? Hierbei geht es um Image, Authentizität, die Verbundenheit von Marke und Auftreten – und das alles als roter Faden, der sich durch alles zieht, was Dein Business und Deine Marke nach außen widerspiegelt. Stelle sicher, dass dein Name Dein Konzept, Dein Design der Webseite und auch bei Deinen Produkten oder Dienstleistungen reflektiert. Stehst du beispielsweise für eine elegante Marke? Dann kümmere Dich darum, dass das Layout Deiner Webseite nicht in totalem Chaos und unpassendem Farbchaos endet. Das Branding ist so viel mehr als nur das Logo! Das ist aber auch wieder ein anderes ausführliches Thema, da wird es aber in naher Zukunft auch nochmal einen Post darüber geben.

 

 

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Schritt 4: Teste Deinen Wunschnamen vor Publikum

Häufig versinken wir im Brainstorming-Prozess so in unseren Ideen, dass wir vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr sehen. Wir, die Schöpfer, wissen in diesen Momenten einfach viel zu viel von all dem, was dahinter steht um dabei völlig nüchtern und unvoreingenommen die richtige Entscheidung treffen zu können. Das gilt insbesondere bei der Namensfindung. Wenn Du einen neuen Namen kreierst, dann hast Du alles im Hinterkopf was die Marke ausmachen wird. Du kennst Deine Zielgruppe, Du kennst Deine Produkte und Du weißt genau, für welche Werte Du stehst. Das alles weiß Dein Gegenüber aber eben nicht.

 

Aus diesem Grund ist es das Beste, weitere Meinungen von Menschen einzuholen, die noch nie etwas von Dir und Deinem Konzept gehört haben. Klingt der Name für sie schlüssig? Verkörpert er das, was Du damit verkaufen willst? Checke die Attraktivität bei Freunden und Familie. Frage, was ihnen zu dem Namen einfällt, wenn sie ihn das erste Mal hören, ohne zu wissen, worum es dabei wirklich geht. Kommen sie im Groben auf die Richtung, in die Du gehen willst? Perfekt. Kommen sie auf etwas total Abstruses? Dann ist eine Überarbeitung dringend nötig.

 

Schritt 5: Prüfe den Namen auf Existenz und Markenschutz

Es gibt nichts Schlimmeres, als den perfekten Namen gefunden zu haben und dann festzustellen, dass schon jemand anderes denselben grandiosen Einfall hatte. Aus diesem Grund rate ich Dir, Deinen Wunschnamen auf Markenschutz beim Patentamt zu testen. Für Deutschland kannst Du hier recherchieren. Ziehe aber je nach Namen und Zielgruppe auch die Recherche bei den ausländischen Behörden in Erwägung.

 

Schritt 6: Checke die Verfügbarkeit der Domain

Wenn Du früher oder später aus Deinem Konzept ein professionelles und profitables Business machen möchtest, wirst Du um eine eigene Domain nicht herumkommen. Checke also bei Domain-Checks wie hier und hier die Verfügbarkeit. Natürlich kannst Du verschiedene Varianten in der Schreibweise ausprobieren, sowie auch die verschiedensten Endungen testen. Meine Empfehlung ist aber immer, wenn möglich, eine .com-Endung zu ergattern, da Du einfach auf lange Sicht international aufgestellt bist und das die Top-Level-Domain ist. Dein Wunschname ist Kombination mit einer .com-Endung —>>> WHOOP WHOOP!!

 

Wenn Du allerdings planst, mit Deinem Business nur im deutschsprachigen Bereich zu bleiben, ist eine nationale Endung wie .de oder .at durchaus auch in Ordnung. In beiden Fällen hast Du natürlich trotzdem die Möglichkeit international gefunden zu werden, hier geht es lediglich um das Erscheinungsbild der Domain.

 

Apropos Erscheinungsbild: Wie liest sich Dein Wunschname in Domainform? Ich frage deshalb, weil ich vor Kurzem von einem Fall gelesen habe, wo das Unternehmen „Pen Island“ die Domain penisland.net angemeldet hat (kein Scherz – die Domain gibt es wirklich …). Dass das ein Griff ins Klo war, muss ich an dieser Stelle ja nicht mehr erwähnen. Also, unbedingt beachten!

 

Ergänzend muss aber noch gesagt werden, dass egal mit welcher Endung Du Deine Wunschdomain anmelden wirst, checke immer auch die anderen Endungen. Dies ist wichtig, um herauszufinden, ob es nicht bereits schon andere Unternehmer oder Blogger mit demselben Konzept gibt, was irgendwann zu Verwirrung und Stress führen könnte.

 

Schritt 7: Und nun … Fälle eine Entscheidung!

Ich weiß, das hört sich nun komisch an, aber das Schwierigste an all dem ist wirklich eine finale Entscheidung für einen Namen zu fällen. Eine Namen, mit dem man bereit ist, seine Message in die Welt rauszuschreien. Das Gefühl, es könnte immer noch etwas Besseres kommen, bremst häufig aus und führt dazu, dass wir diesen entscheidenden Schritt immer weiter hinausschieben werden.

 

Vertraue auch zu späterem Zeitpunkt Deinem Bauchgefühl und schmeiße nicht gleich alles wieder über den Haufen, wenn der Moment der Unsicherheit kommt. Denn der wird kommen – ganz sicher sogar! Vertraue Deinem Instinkt und Deinem Urteilsvermögen und laufe nicht Gefahr mit Deinen Launen Dein Publikum zu vergraulen. Die schauen sich das vielleicht ein- oder zweimal an, beim dritten Mal wird es ihnen aber dann auch zu blöd. Außerdem schaffst Du mit Kontinuität Vertrauen, nicht mit Launen.

 

Wie Du siehst, ist die Namensfindung eine Aufgabe, die niemals unterschätzt werden sollte. Sicher, sie bedeutet etwas Aufwand, aber auf Dauer wirst Du Dir selbst danken und kannst Dir mit einem ausdrucksstarken Namen eine noch stärkere Marke aufbauen.

 

Ich wünsche Dir jedenfalls viel Spaß dabei!

 

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Gründerin/ Bloggerin / Autorin bei Mrs Globalicious
Doris ist die Autorin und Seele des Mrs Globalicious Online-Magazins. Als Journalistin und Autorin schreibt über ihre Lebenserfahrungen und erlangte Sichtweisen, die sie in verschiedenen Ländern und Lebenssituationen gewonnen hat. Mit ihrem ausgeprägten USA-Faible liebt sie es zu reisen - auch an Orte die nichts mit Burgern und Superbowl zu tun haben. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund wenn es darauf ankommt und beschäftigt sich leidenschaftlich gerne mit den Facetten des Lebens und Problemchen, für die es (nicht immer) eine Lösung gibt.
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