Blogger vs. Schreibblockade – Mrs Globalicious

Blogger vs. Schreibblockade

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Schreibblockaden sind der Graus jedes Journalisten, Bloggers oder auch Schülers und Studenten, wenn er sich mit der Abschlussarbeit quälen muss, aber einfach nicht den richtigen Anfang findet. Mir kommt die pure Wut im Bauch hoch, wenn ich merke, dass die Deadline für den fertigen Artikel immer näher rückt, ich aber noch immer mit weißem Papier beziehungsweise mit einem weißen Bildschirm zu kämpfen habe.

 

Über die Jahre wird man aber zum Fuchs, wenn man weiß, dass man zwingend Techniken braucht, die einem das Leben als Blogger unheimlich vereinfachen können. Hier nun meine Tipps gegen fürchterliche Schreibblockaden:

 

Ausführlich recherchieren

Natürlich kommt es immer darauf an, über welches Thema man schreibt. Logischerweise sprudeln die Wörter nur so aus einem heraus, wenn man über etwas schreibt, bei dem man sich auskennt. Dann sind so etwas wie Schreibblockaden auch eher ungewöhnlich (behaupte ich einfach mal so). Falls dies nicht der Fall sein sollte und man eher über ein befremdliches Thema schreibt, sollte man unbedingt darauf achten, genug recherchiert zu haben.

 

Es hilft schon ungemein weiter, wenn man sich so intensiv wie möglich mit dem Thema auseinandergesetzt hat. Generell muss auch gesagt werden, dass man sich nie in Perfektion messen sollte, zumindest nicht am Anfang. Der Text muss höchstwahrscheinlich im Nachhinein sowieso modifiziert und entsprechend angepasst werden.

 

Nicht auf den letzten Drücker

Der nächste wichtige Punkt ist, dass man sich ausreichend Zeit für den Text lassen sollte. Es gibt zwar Leute – wie mich – die unter Druck besser schreiben können, jedoch sollte man den Aufwand für einen Text (je nach erforderlicher Länge) nicht unterschätzen. Ich persönlich versuche Texte immer dann zu schreiben, wenn ich richtig inspiriert bin und gerade richtig Bock drauf habe, mich für eine Stunde hinzusetzen. Es hilft ja nichts, sich zu einem Artikel zwingen zu müssen.

 

Die Null-Bock-Phase beim Schreiben lässt sich im Anschluss immer durch die Qualität des Textes herauslesen. Wenn es bei mir mal nicht laufen sollte, verschiebe ich die Schreiberei, soweit es denn möglich ist, auf einen späteren Zeitpunkt. Wenn es allerdings nach ein paar Anläufen wirklich nicht klappen sollte, mache ich mir dann schon die Gedanken, ob eventuell das Thema falsch gewählt wurde oder ich versuche das Problem so zu lösen, indem ich den Blickwinkel auf das Thema etwas anpasse.

 

Einfach „Drauflosschreiben“

Ein Journalismusguru hatte mir einmal eine Methode gegen Schreibblockaden verraten, die nicht nur total simpel ist, sondern auch noch wirklich Wunder bewirkt: einfach „Drauflosschreiben“. Dabei muss man sich nicht mal zwingend mit dem eigentlichen Thema beschäftigen. Man kann auch total belanglos folgendermaßen anfangen:

 

„Jetzt sitze ich schon seit Stunden an meinem Schreibtisch und quäle mich mit dieser blöden Bachelorarbeit. Ich kann es drehen und wenden aber mir fällt einfach nichts zum Thema „Chemische Substanzen“ ein. Dabei habe ich ja eigentlich in den Vorlesungen immer aufgepasst. Am meisten interessiert hat mich dabei immer das Thema X interessiert. Deshalb bin ich auch auf die Idee gekommen, gleich eine ganze Bachelorarbeit darüber zu schreiben. Statistiken haben ja erwiesen, dass nahezu in allen Lebensmitteln chemische Substanzen zu finden sind. …“

 

Die Methode funktioniert also, indem man durch das einfache „Drauflosschreiben“ sich langsam dem Thema nähert. Den Blödsinn vom Anfang kann man dann ja problemlos löschen und den Text im Nachhinein entsprechend flüssig anpassen.

 

Mittendrin anfangen

Die grundlegende Schwierigkeit besteht ja oft darin, denn geeigneten Anfang zu finden, der nicht nur den Leser dazu bringt weiterzulesen, sondern auch über den folgenden Text berichtet. Die sogenannte Einleitung. Genau diese, ist aber manchmal die größte Herausforderung. Warum also nicht gleich in der Mitte des Textes anfangen? Wenn einem zur Einleitung nichts einfällt, dann fängt man einfach mittendrin an. Einleitung und Schluss können dann am Ende hinzugefügt werden. Als Stichpunkte kann man sich hierzu gerne ein paar Notizen oder Fragen machen, die es gilt zu beantworten.

 

Wie zum Beispiel, welche Fragen oder Bedürfnissen will ich mit meinem Text nachgehen? Was will ich überhaupt mit diesem Text bezwecken? Wer ist den mein Zielpublikum (wichtig für die Art und Weise des Schreibstils)? Was ist der neue Aspekt oder welche neuen Erkenntnisse ziehe ich aus meinem Bericht? Wenn ich also genau weiß, wie ich mit meinem Text der Leserschaft helfen kann, wird mir auch das Schreiben einfacher fallen.

 

Eine Nacht darüber schlafen

Dies funktioniert natürlich nur dann, wenn es das Zeitfenster auch zulässt. Falls einem in dem Moment nicht genug zu dem Thema einfällt oder einfach das Hintergrundwissen noch nicht ausgereift genug ist, sollte man sich mehr informieren und eine Nacht darüber schlafen, bevor man mit dem Thema anfängt. Das erspart unter Umständen sehr viel Arbeit und man stresst sich nicht so extrem. Ein Autor ist mit seinem Text verheiratet.

 

So werden am Schluss auch viel leichter Rechtschreibfehler oder komische Satzbauten übersehen. Deshalb empfiehlt es sich immer, bei einem fertigen Text bis zum Morgen danach zu warten, bevor er in die Veröffentlichung geht. In der Zwischenzeit kann das Hirn etwas abschalten und mögliche Fehler oder missverständliche Dinge können viel leichter entdeckt werden. Was natürlich immer hilft, ist jemanden der den Text nicht kennt, gegenlesen zu lassen.

 

Abschließend möchte ich noch sagen, dass ich ganz unabhängig von den ganzen Techniken der Meinung bin, dass Schreiben einfach eine persönliche Einstellungssache ist. Wer schreibt, bloggt oder generell regelmäßig Texte veröffentlicht, sollte sich nie dazu gezwungen fühlen, sondern sich damit wohlfühlen. Man merkt es den Texten sofort an, ob sie mit Enthusiasmus geschrieben wurden oder weil man es einfach musste, weil der Chef es so will oder man einfach das Gefühl hat, man muss heute noch unbedingt den 25. Blogpost in der Woche herausbringen, aber nur weil die anderen es auch so machen. Klar, als Bloggerin muss man regelmäßigen Content bringen, jedoch bloggt man ja eigentlich aus Leidenschaft und nicht, weil jemand einem die Pistole auf die Brust setzt.

 

Ich blogge wirklich nur dann, wenn mir danach ist und ich das Bedürfnis habe, meiner Leserschaft etwas mitzuteilen. Demnach suche ich auch meine Themen aus. Ich blogge nicht im Auftrag eines Dritten und verdiene mit bloggen auch nicht mein Geld, also gibt es auch keinen, der mich hetzt, außer mir selbst, wenn ich das möchte. Mein Blog ist für mich ein persönliches Projekt, das ich gestalten kann, wie ich es mag. Mit meinen Themen, meinen Worten und nach meinen Vorstellungen. Wenn ich Lust habe zu bloggen mache ich es heute, wenn nicht, erst morgen, nächste Woche oder auch erst nächsten Monat. Diese Freiheit sollte sich auch jeder Blogger nehmen, der mit Leidenschaft seine Leser unterhalten möchte.

 

 

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Gründerin/ Bloggerin / Autorin bei Mrs Globalicious
Doris ist die Autorin und Seele des Mrs Globalicious Online-Magazins. Als Journalistin und Autorin schreibt über ihre Lebenserfahrungen und erlangte Sichtweisen, die sie in verschiedenen Ländern und Lebenssituationen gewonnen hat. Mit ihrem ausgeprägten USA-Faible liebt sie es zu reisen - auch an Orte die nichts mit Burgern und Superbowl zu tun haben. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund wenn es darauf ankommt und beschäftigt sich leidenschaftlich gerne mit den Facetten des Lebens und Problemchen, für die es (nicht immer) eine Lösung gibt.
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2 Gedanken zu „Blogger vs. Schreibblockade

  1. Huhu! 🙂

    Das sind gute Tipps. Das ein oder andere weiß man schon, aber ertappt sich dann doch selbst, die Tipps vorher nicht zu Herzen genommen, ausprobiert und umgesetzt zu haben.

    Sehr schön gelungen ist Dir auch das Fazit, was ein bisschen Freiheit versprüht und das eigene Denken etwas auflockert. Das braucht man echt auch manchmal und selbst das lockert dann Blockaden. 🙂

    Viele liebe Grüße
    Janett von Blonde Schuhe

    1. Hallo liebe Janett,

      freut mich, dass du den ein oder anderen Tipp für dich mitnehmen kannst oder auch schon selbst ausprobiert hast. Es gibt natürlich tausende Varianten, wie man seine Schreibblockaden lösen kann. Hat man sie dann gefunden, sind sie Gold wert 🙂

      Liebe Grüsse!

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