"Du hast eindeutig zu viel Zeit" – Mrs Globalicious

„Du hast eindeutig zu viel Zeit“ – 6 Dinge die Bloggen so besonders macht

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Warum mir bloggen so wichtig ist? Nun ja, die Frage habe ich mir schon sehr häufig gestellt! Wirklich sehr häufig … Nicht nur, weil ich mich mit der Fragestellung von Nicht-Bloggern auseinandersetzen musste, sondern auch, weil ich mir am Anfang selbst die Frage gestellt habe, ob ich die Ausdauer und den nötigen Biss dafür mitbringe. Ich hätte zu viel Zeit oder Langeweile. Diese Aussagen sind größtenteils wohl nicht mal mürrisch und abwertend gemeint, nur können sich viele nicht vorstellen, warum man so viel Zeit und Arbeit in etwas investiert, ohne dafür entlohnt zu werden und anfangs mit einer sehr geringen Leserschaft.

 

Bild: Natalia Frei Bild: Natalia Frei

 

Viel schlimmer finde ich, das man sich überhaupt dafür rechtfertigen muss. Als wäre es pure Zeitverschwendung der Allgemeinheit seine Ansichten mitzuteilen. Nun werden die einen sagen „so hat halt jeder sein Hobby“. Natürlich, aber ich bin der Meinung, Bloggen ist viel mehr. Leute wie ich, die einen großen Teil ihrer Freizeit damit verbringen, Beiträge vorzubereiten, das perfekte Foto zu finden, Gedanken niederzuschreiben und außerdem noch viel Zeit in Social Media zu investieren, sehen das als Teil ihrer Selbstverwirklichung.

 

Blogger ist man aus Leidenschaft. So wie manche Männer gerne an ihren Oldtimern rumschrauben oder Blecheisenbahnen sammeln (die im Gegensatz zum Bloggen Unsummen an Geld kosten) bin ich eben diejenige, die sich daran erfreut, anderen, wenn auch fremden Menschen, ein Stück von meiner Welt zu zeigen.

 

„Du…. Bloggerin…. mhhh….“

Ich erinnere mich noch, wie es war, als ich mich zum ersten Mal als Bloggerin …utet habe. Ganz abgesehen davon, dass es Leute gab, die nicht wussten, was das war, erhielt ich zum größten Teil nur engstirnige Blicke. „Du … Bloggerin … mhhh….“. Ich spüre heute noch die extreme Aufregung und die pure Nervosität, wenn ich einen Artikel veröffentliche, wie an dem Tag als mein erster Beitrag online ging. Ich hatte mir fast in die Hosen gemacht, weil ich nicht wusste, wie andere auf meinen Artikel reagieren würden. Ich hatte das Gefühl, dass ich mich immer dafür rechtfertigen musste, Bloggerin zu sein. Oder sein zu wollen.

 

Ab einem gewissen Zeitpunkt habe ich es aufgrund meiner Verunsicherung niemandem mehr erzählt und das kleine aber feine Hobby nur zu meiner inneren Zufriedenheit in meinem kleinen Kämmerchen gemacht. Das alles aufgrund von kleinen Äußerungen, die wie kleine Abrissbirnen meine kleinen Freuden zunichtegemacht hatten. Ich wusste nicht genau, warum ich bloggte, ich wusste nur dass es mir wahnsinnig Spaß machte, ich es aber statthatte, mich immer erklären zu müssen.

 

Gedanken eine Stimme geben

Wer als Kind oder im Teenageralter schon mal in ein Tagebuch geschrieben hat, weiß Bescheid, wenn ich von Träumen und Zielen spreche. Dort wurden Dinge niedergeschrieben, die man sich nicht getraut hatte, anderen zu sagen, die einen aber im Innern stetig begleitet haben. Nun ist ein Blog zwar in den meisten Fällen ein öffentlich zugängliches Tagebuch, jedoch werden auch hier Gedanken niedergeschrieben, die man schon seit Langem mit sich trägt. Doch nicht nur das. Millionen von Lifestyle- und Reiseblogs zeigen die wunderschönsten Orte und Momente, die auf dieser Welt passieren. Durch solche Beiträge kann man mitreisen.

 

Wenn sie entsprechend fesselnd geschrieben sind, kommt es einem fast so vor, als wäre man ein Teil davon gewesen. Ich denke, ein Blog ist vielmehr ein Spiegelbild, der tollen Momente in einem Leben, die man nicht nur mit anderen teilen möchte, sondern die man sich auch gerne immer wieder vor Augen hält. Auch um sich selbst zu zeigen, dass das eigene Leben durchaus sehenswert ist und man sich nicht verstecken muss.

 

Ziele und Träume werden aufgelistet und man hält sie sich stetig vor Augen. Der Moment, in dem ich diese Gedanken niederschreibe, ist ein Moment voller Zufriedenheit und Ausgeglichenheit. Ich bin so in der Lage diesen Gedanken eine Stimme zu geben. Für mich ein sehr wichtiger Punkt, warum ich blogge.

 

Positive Gefühle

Die Genres der Bloggergemeinschaft sind riesig. Jeden Tag kommen neue Nischen hinzu und jeder Einzelne versucht sich am richtigen Fleck zu positionieren. Findet man seinen Platz, freut man sich wie Nachbars Lumpi, wenn man den „Veröffentlichen“-Button drücken und positives Feedback von Lesern bekommt. Denn jedes Feedback lässt den Blogger wachsen und bestärkt ihn in dem, das Richtige zu tun. Wobei wir auch gleich an dem Punkt der Motivation wären.

 

Women`s Business

Ich muss zugeben, ich hatte nicht nur einmal den Gedanken, meinem Vollzeitjob hinzuschmeißen und mich selbstständig zu machen. Natürlich ist das nicht einfach so möglich und ich bin als Bloggerin weiß Gott nicht so etabliert, dass ich meine Miete davon zahlen könnte. Als Blogger habe ich nun meine Art der Selbstständigkeit gefunden und habe mein kleines Business.

 

Meine Leser kommen immer wieder, weil sie meine Gedanken und meine Lebenseinstellung teilen. Sie sind wie ich Personen, die in ihrem Leben noch etwas „reißen“ wollen. Besser noch: Es ist für mich mein kleines Business, dass mich nichts kostet. Ich brauche nicht zwingend ein Büro oder Mitarbeiter. Ich brauche einen Computer einen Internetanschluss und viel Fantasie, That`s it!

 

Das perfekte Hobby

Wie ich vorhin schon sagte, findet jeder früher oder später sein perfektes Hobby. Eine Sache, bei der man sich total hingeben kann und man nicht merkt, dass die Stunden nur so im Flug vergehen. Selbst nach einem anstrengenden Tag im Büro, verbringe ich abends noch gerne Stunden am Laptop, schreibe Beiträge, bearbeite Fotos für meine Berichte oder lese andere Blogs. Mir macht das total Spaß. Manchmal muss ich mich zwingen, abends den Laptop auszumachen, weil es schon nach Mitternacht ist.

 

Eine Leidenschaft mit vielen Anhängern

Ich blogge nun seit knapp zwei Jahren, den größten Teil noch völlig in der Versenkung. Und ich bin ich noch immer total verblüfft, wie groß die gesamte Blogger-Community weltweit ist. Nahezu jeder Zweite (kommt mir zumindest so vor) führt einen Blog. Selbst Unternehmen haben im Bloggen vielversprechendes Potenzial gefunden. Auch wenn Millionen von Menschen in diesem Business tätig sind, haben wir doch alle eines gemeinsam: Die Leidenschaft zu schreiben und sich der Welt mitzuteilen. Das finde ich toll.

 

Ich finde es toll, lesen zu können, was Ashley aus Australien denkt, wie sich Lola in Schweden anzieht und was Thomas erlebt, wenn er am anderen Ende der Welt eine Safari macht. Das macht die ganze Sache so spannend. Letztendlich verbirgt sich hinter jedem Blog eine eigene Persönlichkeit und man hat die Möglichkeit Menschen kennenzulernen, die man womöglich nie getroffen hätte. Wenn auch nur virtuell.

 

Der individuelle Ratgeber

Nehmen wir mal an, Du hast eine Frage, die Dir in Deinem engen Umfeld niemand beantworten kann oder Du möchtest sie vielleicht auch nicht stellen, weil es Dir vielleicht peinlich ist, Du Dich nicht als unwissend outen möchtest oder weil Du einfach ein paar Tipps von Erfahrenen haben möchtest. Die Chance, dass Du einen Blogger findest, der über dieses Thema bereits geschrieben und seine Erlebnisse mitgeteilt hat, ist doch relativ groß. Die Blogger-Community ist also der perfekte Ratgeber in allen Lebenssituationen.

 

Nun die Frage an Dich: Warum bloggst Du? Was hat Dich dazu bewegt Dein eigenes kleines Business auf die Beine zu stellen und wie viel Zeit verbringst Du täglich als Blogger?

 

 

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Gründerin/ Bloggerin / Autorin bei Mrs Globalicious
Doris ist die Autorin und Seele des Mrs Globalicious Online-Magazins. Als Journalistin und Autorin schreibt über ihre Lebenserfahrungen und erlangte Sichtweisen, die sie in verschiedenen Ländern und Lebenssituationen gewonnen hat. Mit ihrem ausgeprägten USA-Faible liebt sie es zu reisen - auch an Orte die nichts mit Burgern und Superbowl zu tun haben. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund wenn es darauf ankommt und beschäftigt sich leidenschaftlich gerne mit den Facetten des Lebens und Problemchen, für die es (nicht immer) eine Lösung gibt.
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3 Gedanken zu „„Du hast eindeutig zu viel Zeit“ – 6 Dinge die Bloggen so besonders macht

  1. Hallo Doris,
    die Frage, warum ich blogge, kann ich eigentlich ganz schnell beantworten 🙂 Ich blogge, weil ich meine Erfahrungen an andere weiter geben möchte. Ich habe mich vor ein paar Jahren selbständig als Fotografin gemacht und möchte nun anderen helfen, diesen Weg möglichst einfach zu gehen. Durch meine Selbständigkeit habe ich viel Kontakt zu verschiedenen Menschen, die immer froh sind, etwas neues zu lernen. Egal ob es um Fotografie geht oder die Selbständigkeit an sich. Zudem reise ich unheimlich gern und habe natürlich auch da immer meine Kamera dabei. Meine Erlebnisse, Bilder und Erfahrungen teile ich gern mit anderen! 🙂 Ich bin froh, wenn ich durch meinen Blog anderen helfen kann! Dafür versuche ich mir täglich Zeit zu nehmen.
    Liebe Grüße
    Jessie

  2. Oh liebe Doris! Ich kann jedes einzelne Wort unterschreiben! Fangen wir an bei der Leidenschaft, den positiven Gefühlen, der Aufregung, den Statements, dem nicht bezahlten Woman Business, dem Hobby, den Ratschlägen und dem „mmm…Bloggerin…mhhh“ 🙂
    Ich kenne es alles und weißte was, ich liebe es alles! Schön, dass du so motivierend darüber geschrieben hast!

    Ich hätte große Lust, wenn wir (unsere Blogs) mal was zusammen machen würden 🙂

    Liebe Grüße und dir einen wunderschönen Tag! Maxie
    P.S. Das Bild ist toll!

    1. Hallo liebe Maxie!

      Du hast so recht. Auch wenn alles manchmal zum verzweifeln ist, die Liebe zum eigenen Projekt überwiegt doch alles 🙂

      Super Idee mit der Kooperation. Ich bin jederzeit gerne für Vorschläge offen! 🙂

      Freue mich!

      Liebe Grüsse,

      Doris

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