Wie du in nur 5 Sekunden deine Angst überwindest

Wie du in nur 5 Sekunden deine Angst überwindest

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Wie oft standest du schon an dem Punkt, dass du dir etwas so sehr gewünscht hast und dann plötzlich kalte Füsse bekommen hast, wenn sich dein Weg vor dem grossen Unbekannten geöffnet hat und es ernst wurde?

 

Wie oft wolltest du schon einflussreiche Persönlichkeiten kontaktieren, deinen Chef um eine Gehaltserhöhung oder eine Beförderung bitten, Investoren oder Projektpartner überzeugen, und bist dann doch wieder in Selbstzweifel eingeknickt und hast dich wieder hinten angestellt? Aus Angst du hättest die Beförderung und das Projekt womöglich gar nicht verdient …

 

Und wie oft hast du dich in Unsicherheit wiedergefunden, wenn dich jemand gefragt hat was du so machst, wie dein Traum von der Selbstständigkeit konkret aussieht oder dich deine Kunden nach deinem Preis (den Wert deiner Expertise) gefragt haben?

 

Klingelts hier bei dir ? Bei mir auch.

 

Vor rund einem Monat habe ich mich mit Anette in Santa Monica auf einen Kaffee getroffen. Kennengelernt habe ich sie hier auf einer Art Networking-Veranstaltung für deutsche Female Entrepreneurs und nach langer Zeit haben wir es dann doch mal geschafft uns für ein nettes Pläuschchen zusammenzufinden.

 

Anette war schon seit gut zehn Jahren in Los Angeles. Wie auch ich, kam sie damals so komplett ohne Plan B, dafür aber schon mit Kleinkind im Schlepptau. Nach einer langen und schmutzigen Scheidung wollte sie hier von vorne anfangen und hatte kurzerhand alles auf eine Karte gesetzt.

 

Ich lernte Anette als wahnsinnig selbstbewusste Frau kennen. Sie sprach sicher, laut (zumindest nicht zu überhören :-)) und mit ihrem Temperament fast schon irgendwo einschüchternd. Das war aber anscheinend nicht immer so. Sie erzählte mir von ihren Höhen und Tiefen in den letzten Jahren, vorallem am Anfang. Davon, wie sie das erste Jahr fast schon abgeschottet gelebt hat, weil es ihr so schwerfiel Kontakte zu knüpfen, Freundschaften zu schliessen und wie sie sich finanziell schon fast am Abgrund gesehen hatte, weil sie die erste Zeit in ihrem After-Scheidungs-Delirium erstmal hatte gut gehen lassen. Fast schon zu gut, denn nach sechs Monaten ging ihr die Kohle aus und sie stand lange Zeit ziemlich unter Strom um ihren Traum von LA nicht doch noch platzen zu lassen.

 

Genauer gesagt stand sie fast ein Jahr lang unter Strom, so richtig High-Power, die Haare standen ihr zu Berge. Schweissausbrüche, schlaflose Nächte und vor allen Dingen Angst. Angst davor, wieder zurückgehen zu müssen und sich einzugestehen, dass sie es so komplett versemmelt hätte. Sie machte sich Vorwürfe, dass sie mit dem Leben ihres Kindes gespielt hatte; dass sie nur an sich gedacht und nicht für eine stabile Zukunft vorgesorgt hätte. Und sie versuchte sich jeden Tag aufs neue wieder aufzuraffen. Sie suchte nach Jobs, trat sie an, wurde gekündigt. Sie lebte in einem kleinen, klitzekleinen, Apartment, in das sich wohl nur ganz blanke Studenten einziehen würden. Und sie war immernoch die meiste Zeit auf sich allein gestellt.

 

Ihr Problem war, dass sie zu damaliger Zeit doch recht schüchtern war. Was heisst, sie hatte nicht die Energie und den Mut Leute um Hilfe zu bitten, aus Angst davor, dass sie ihr Vorwürfe machen würden oder sie für eine egozentrische und schlechte Mutter halten würden. Wenn sie einen Job antrat, dann tat sie alles dafür ihn zu behalten, auch wenn man sie schlecht behandelte und sie wirklich schlecht bezahlte. Nach einer Gehaltserhöhung zu fragen, kam für sie nicht in Frage, denn sie wollte sich nicht in den Mittelpunkt stellen und lieber das graue Mäuschen spielen, als den Job zu verlieren.

 

Eines Tages, so erzählte sie mir, lernte sie am Strand eine Frau kennen, die ihr mit ihrem energetischen Auftritt dazu zu verhalf, das alles mal aus einer anderen Perspektive zu sehen. Es blieb nicht nur bei einer Begegnung, sie trafen sich manchmal zwei Mal wöchentlich oder manchmal verbrachten sie auch das ganze Wochenende mit den Kids gemeinsam. Es stellte sich heraus, dass sie Mentaltrainerin war und solche Thematiken öfters mit ihren Klienten besprach. (Ja, hier ist wirklich fast jeder ein Trainer in irgendwas). Was aber für sie wichtiger war, sie hatte endlich jemanden gefunden, der ihr wieder etwas in ihrem Sozialleben zurückgeben konnte. Und sie gab ihr folgenden Rat: zähle bis 5!

 

 

Was sie damit meinte war, dass jedes mal, wenn sie etwas wollen würde, hätte sie exakt 5 Sekunden Zeit den ersten Schritt zur Umsetzung zu machen. Alles was danach kommen würde, würde ihrem Hirn die Möglichkeit geben nachzudenken, Situationen abzuwägen und Entschuldigungen bzw. Ausreden zu „kreieren“. 5 Sekunden, das wars. Nach 5 Sekunden würde das typische Blah Blah einsetzen, Pros und Contras kämen auf den Tisch und Engelchen, Teufelchen und das das ziemlich gemeine Ego würden sich zu Wort melden.

 

Anette erzählte mir, wie sie sich diese Regel zu Herzen nahm und folgend so gut es ging versuchte dich daran zu halten. Mit Erfolg wie sie mir versicherte. Natürlich hatte sie damit ab und zu noch so ihre Probleme, aber im grossen ganzen fuhr sie sehr gut damit.

 

Ich horchte auf, denn auch bei mir gab und gibt es noch immer so die ein oder andere Situation, wo ich die 5 Sekunden definitiv verstreichen lasse und meinen Ideen somit quasi das eigene Grab schaufele. … Ja, auch bewährte Hasen sind nicht immer erfolgsverwöhnt. …

 

Dieses Gespräch blieb mir im Kopf und nachdem ich mich von Anette verabschiedete, hatte ich mir fest vorgenommen, diese Regel in meinem Mindset zu verankern. Seit mittlerweile einem Monat lebe ich nun damit heute bereue ich es, dass ich davon nicht schon vorher erfahren habe. Denn dann hätte ich sicherlich mehr Dinge ausprobiert, mehr Dinge gesagt und mehr Dinge getan und das definitiv schon früher. Vielleicht bekomme ich das „Was wäre wenn…“ auch irgendwann mal aus dem Kopf.

 

Wenn du dich also ebenfalls in dieser Spirale von Ängsten findest, dann rate ich dir ebenfalls die 5 Sekunden Regel anzuwenden. Hast du eine Idee oder wünscht dir irgendwas zu tun, zu fragen oder zu sagen, dann zähle von 5 herab und TUE ES EINFACH. Gib deinem Kopf nicht die Chance Ausreden zu finden oder dir Alternativen zurecht zu schustern. Du wirst sehen, es wird sich auf deinem Weg zur Selbstverwirklichung so einiges tun.

 

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Gründerin/ Bloggerin / Autorin bei Mrs Globalicious
Doris ist die Autorin und Seele des Mrs Globalicious Online-Magazins. Als Journalistin und Autorin schreibt über ihre Lebenserfahrungen und erlangte Sichtweisen, die sie in verschiedenen Ländern und Lebenssituationen gewonnen hat. Mit ihrem ausgeprägten USA-Faible liebt sie es zu reisen - auch an Orte die nichts mit Burgern und Superbowl zu tun haben. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund wenn es darauf ankommt und beschäftigt sich leidenschaftlich gerne mit den Facetten des Lebens und Problemchen, für die es (nicht immer) eine Lösung gibt.
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